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Eph Kap. 2

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Epheser Kap. 2


Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es. Eph 2:8

Zwischen Hoffen und Streben besteht folgender Unterschied: Wir erhoffen Dinge, wenn wir erwarten, sie durch die Hilfe anderer zu erlangen. Die Gnade Gottes erhoffen wir. Wir streben dagegen nach Dingen, wenn wir sie mit eigenen Mitteln aus uns selbst zu erreichen suchen. Die göttliche Barmherzigkeit will, daß wir mit seiner Gnade mitwirken, dass wir mit der Schwäche unserer Einwilligung zur Stärke seiner Gnade einen Beitrag leisten. So ist also unser Hoffen irgendwie vom Streben begleitet, wobei die Hoffnung immer den Vorrang hat. Sie fußt ja auf der göttlichen Gnade. Das Streben, d.h. unser Mitwirken aber ist ein Sprößling der Hoffnung.


Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Eph 2,10

Diese Stelle ist eine Zusammenfassung der paulinischen Rechtfertigungslehre. In drei Versen wird kurz und knackig dargestellt, dass wir nicht durch unsere Werke, unser “Gut-sein” die Gnade Gottes erlangen, sondern durch Christus. Dass der Mensch nicht aus Werken gerecht wird, bedeutet nicht, dass er keine guten Werke tun soll. Aber sie sind nicht sein Verdienst. Denn die guten Werke werden durch Gottes Liebe vorbereitet, damit sie in deinem Leben der Liebe verwirklicht werden. Ganz wichtig daher für uns: wir müssen stets innerlich wachsam sein, wo Gott solche Werke für uns vorbereitet, damit wir sie im richigen Moment dann erkennen und auch tun. Gesegnet bist du, der du heute in der Gnade Gottes lebst und seine Werke tust.


Durch Christus haben wir Frieden (Eph 2:14). Als Christen sind wir eins. So hat er zwischen uns Frieden gestiftet (Eph 2:15). Christus ist gekommen und hat seine Friedensbotschaft allen gebracht (Eph 2:17).

Gleich drei mal hintereinander wird hier das Geschenk des Friedens angebracht, dass durch Christus zu uns gekommen ist. Hier geht es über den zwischenmenschlichen Frieden hinaus um den Frieden in deinem Herzen, den du nur in Christus finden wirst, den in ihm wirst du dich auch mit allem aussöhnen, was dunkel in deinem Herzen und in deinem Leben ist. Dieser Friede Christi ist Geschenk an uns, das uns aufruft, verantwortsvoll damit umzugehen. Tun wir dies nicht, können weltliche Dinge uns diesen Frieden rauben. Franz von Sales gibt folgenden Rat: Üben Sie kräftig Ihr Herz in der inneren und äußeren Milde und halten Sie es in Ruhe inmitten der vielfältigen Angelegenheiten, die sich ergeben. Der Friede des Herrn sei mit dir.


Christus ist für alle Menschen am Kreuz gestorben, damit wir alle Frieden mit Gott haben. Eph 2:16

Wir wollen das Kreuz Christi wie eine Krone tragen. Denn durch das Kreuz wird ja unser ganzes Heil vollbracht, überall steht dieses Zeichen des Sieges uns zur Seite. Deshalb zeichnen wir es auf die Stirn und auf das Herz. Ist es ja doch das Sinnbild unserer Erlösung sowie der Güte unseres Herrn. So oft du dich also mit dem Kreuz bezeichnest, beherzige alles, was im Kreuz liegt, dämpfe den Zorn und alle übrigen Leidenschaften. Wenn du dich bekreuzigst, erfülle deine Stirn mit großer Zuversicht, mache deine Seele frei. Man darf das Kreuz aber nicht einfach nur mit dem Finger machen, sondern zuerst mit dem Herzen, voll innigen Glaubens. Johannes Chrysostomos

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