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Gal Kap 2

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Galater Kap. 2


Trotzdem wissen wir inzwischen sehr genau, dass wir nicht durch Taten, wie das Gesetz sie von uns fordert, vor Gott bestehen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Gal 2:16

Bin ich das, was ich leiste und vorweisen kann? Oder bin ich das, was andere von mir sagen? Oder bin ich etwa das, was ich an Defiziten an mir erkenne und möglichst verberge? Paulus gibt hier eine befreiende Antwort. Klar, bemühen wir uns ein Leben zu führen, wie es Gott entspricht. Aber das ist nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist, dass Jesus Christus in mir lebt, der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahin gegeben hat. Dies ist eine befreiende Erkenntnis. Ich kann meinen Leistungswahn, meinen Perfektionismus, meinen Konkurrenzkampf u.v.m. kreuzigen. Denn es entsteht ein in Christus gegründetes Selbstbewusstsein. Ich bin geliebt, wertgeschätzt mit allem, trotz allem.

Mein altes Leben ist mit Christus am Kreuz gestorben. Gal 2:19


Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Gal 2:20

Paulus spricht nicht, dass er sich bekehrt hat, sondern dass er gestorben ist. Ich, doch nicht mehr ich. Das Ich selber, die eigentliche Identität des Menschen ist verändert worden. Er existiert noch und er existiert nicht mehr. Er ist durch ein Nicht hindurchgegangen und steht immerfort in diesem Nicht. Ich, doch nicht mehr ich. Das eigene Ich wird mir genommen und eingefügt in ein größeres, den Leib Jesu Christi. In diesem neuen Existenz-Raum bin ich ein Verwandelter und Aufgebrochener. Wir sind in die Liebe Christi hinein genommen. Das sind nicht nur Worte. Jesus liebt uns!

Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sein Leben für mich gegeben hat. Gal 2:20


Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Jesus Christus lebt in mir. Gal 2,20

Man kann Gott nicht vollkommen lieben, wenn man die Zuneigungen zu den vergänglichen Dingen nicht aufgibt. Ach, Herr Jesus, wann werden wir, nachdem wir Dir alles geopfert, was wir haben, auch alles opfern, was wir sind? Wann werden wir Dir unseren freien Willen zum Brandopfer darbringen, dieses einzige Kind unseres Geistes? Wann werden wir diesen freien Willen binden und auf den Scheiterhaufen Deines Kreuzes, Deiner Dornen, Deiner Lanze legen, damit er wie ein Schäflein ein Deinem Wohlgefallen angenehmes Opfer sei, um durch das Feuer und das Schwert Deiner heiligen Liebe zu sterben und zu verbrennen? O Freiheit meines Herzens, wie gut wird es für dich sein, an das Kreuz des göttlichen Erlösers gebunden und ausgespannt zu sein! Wie wünschenswert ist es für dich, dir selbst zu sterben, um auf immer als Brandopfer des Herrn zu brennen! Franz von Sales


Nun lebe ich, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Gal 2:20

Ich, doch nicht mehr ich, das ist und bedeutet Jesu Auferstehung für unser Leben. Wer das Herz des Menschen gewonnen hat, besitzt den ganzen Menschen. Jesus hat unser Herz gewonnen. Wir verzichten auf das Selber-sein-Wollen. Am auferstandenen Herrn halten wir uns fest, und wir wissen: Er hält uns fest! Beachte: An ihm halten WIR uns fest, so halten wir auch einander fest, werden ein Leib in ihm. Im Glauben dehnt sich das Ich des Glaubenden aus, um von einem Anderen bewohnt zu sein, um in einem Anderen zu leben, und so weitet sich sein Leben in der Liebe. Wenn wir so leben, gestalten wir die Welt um in der Kraft der Auferstehung.

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