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Gal Kap 1

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Galater Kap. 1


Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Gal 1,3

Das Thema des Briefes ist die Freiheit des Christen vom Gesetz. Paulus möchte zur Erkenntnis zurück rufen, dass wir die Gotteskindschaft allein durch den Glauben empfangen und nicht durch unsere Werke. Auch wenn das jüdische Gesetz uns heute ferne ist, so stehen auch wir in der Gefahr, in eine ähnliche Gesetzlichkeit zurück zu fallen. Dann nämlich, wenn wir meinen, mit unseren Leistungen Gottes Gnade verdienen zu können. In dieser Haltung der Gesetzlichkeit gehorchen wir Gott aus Verpflichtung. Gott aber kommen wir aufgrund seiner Gnade nahe und diese ist in Christus erschienen, der uns frei macht für die Liebe und die Erfüllung des Willen Gottes. In der Gnade gehorchen wir aus Liebe und nicht aus Pflicht.  

Er hat sein Leben für unsere Sünden hingegeben. Gal 1:4  


Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium. Gal 1:6

Allein der Glaube an Jesus rettet. Das ist das wahre Evangelium. In der Nachfolge Jesu stehen keine Regeln oder Forderungen, sondern seine Liebe. Diese Liebe ist reines Geschenk. Das ist der Kern des Evangeliums, den es zu verkündigen gilt. Nicht immer und in unserer heutigen Zeit immer weniger stoßen wir bei der Verkündigung der Liebe Jesu auf offene Ohren. Meistens Interessenlosigkeit, hin und wieder auf offensive Gegenwehr. Bleiben wir dennoch standfest. Ein übertriebenes Bedürfnis nach der Anerkennung anderer Menschen bringt uns vom Ziel ab. Wir können nicht immer Gott und den Menschen gleichzeitig gefallen.  

Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus. Gal 1:10

   


Jesus Christus selbst ist mir erschienen und hat mir seine Botschaft offenbart. […] Die anderen Völker sollten durch mich von ihm erfahren. Ohne Zögern habe ich diesen Auftrag angenommen und mich mit keinem Menschen beraten. Gal 1:12,16

Paulus hat das Evangelium direkt von Jesus offenbart bekommen. Es kommt Paulus nicht auf Applaus an, sondern darauf, dass er Menschen zur Umkehr zu Jesus führt. Interessant ist die Erwähnung, dass er sich mit keinem Menschen berät. Auch wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist in uns ist und uns führt, so dass wir nicht unentwegt die Bestätigung anderer Menschen brauchen, wenn es um die Richtigkeit unseres Handelns geht. Dass schließt nicht aus, dass wir auf den Rat anderer hören. Wie so oft im Leben brauchen wir hier die von Gott geschenkte Weisheit und sollten wissen, mit wem und wann wir reden sollten und mit wem nicht. Wir können und sollten offen dafür sein, Rat von Menschen anzunehmen, die in der betreffenden Sache weiser und erfahrener sind als wir. Aber wir dürfen nicht so sehr von dem abhängig sein, was die Leute sagen, dass wir darüber versäumen, auf Gott selbst zu hören.