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1. Joh Kap 5

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief des Johannes Kap. 5


Dass wir wirklich Gottes Kinder lieben, erkennen wir an unserer Liebe zu Gott und daran, dass wir nach seinen Geboten leben. 1. Joh 5:2

Gottes- und Nächstenliebe lebt von der uns zuvor kommenden Liebe Gottes, der uns zuerst geliebt hat. So ist es nicht mehr Gebot von außen her, das uns Unmögliches vorschreibt, sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her, die ihrem Wesen nach sich weiter mitteilen muß. Liebe wächst durch Liebe. Sie ist göttlich, weil sie von Gott kommt und uns mit Gott eint, uns in diesem Einungsprozeß zu einem Wir macht, das unsere Trennungen überwindet und uns eins werden läßt, so daß am Ende ,,Gott alles in allem’’ ist. Benedikt XVI

Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten und seine Gebote sind nicht schwer. 1. Joh 5:3


Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1. Joh 5:4

Der Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Dieser Glaube vermittelt die Kraft, alles zu überwinden, was die Welt uns an Hass und Drohungen, aber auch an Anziehendem, Annehmlichkeiten und Ehre bietet. Der Glaube an unseren Herrn Jesus Christus ist es, durch den wir zu Gott gebracht worden sind. Durch den Glauben an Jesus werden wir zur neuen Schöpfung in Ihm. In ihm haben wir die Fähigkeit, die Sünde zu lassen. In Ihm können wir uns gegen das beherrschende System der Welt stellen. Er wird die Welt auch in unserem Leben überwinden, wenn wir es zulassen.

Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? 1. Joh 5:5


Wer also mit dem Sohn verbunden ist, der hat das Leben. 1. Joh 5:12

Das Leben kann nie vom Sohn getrennt werden. Er selber ist Gott, der das Leben gibt. Niemand kann Leben haben, ohne den Sohn zu besitzen, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Der Gläubige ehrt den Sohn durch den Glauben an Ihn und empfängt daraufhin ewiges Leben. Wenn ich auf einer Straße unterwegs bin und endlich den Wegweiser zu meinem Ziel gefunden habe, sollte ich diesen Wegweiser im Blick behalten und nicht zwischendurch einfach Schildern mit anderen Zielangaben folgen. So ist das auch im Glauben: Gott wird nicht müde, uns immer wieder zu ermutigen, mit Jesus und zu ihm unterwegs zu sein.

Ich weiß, dass ihr an Jesus Christus als den Sohn Gottes glaubt. Mein Brief sollte euch noch einmal versichern, dass ihr das ewige Leben habt. 1. Joh 5:13


Deshalb dürfen wir uns auch darauf verlassen, dass Gott unser Beten erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht. 1. Joh 5:14

Wie falsch wäre es, daran zu zweifeln! Hat Gott nicht Seine vollkommene und immerwährende Liebe zu uns unter Beweis gestellt? Für jeden einzelnen Gläubigen gilt es, dieses kühne Vertrauen zu der Liebe Gottes praktisch zu verwirklichen. Er hört uns. Wir haben nicht nur das Vorrecht, wir werden geradezu gedrängt, Ihm, der uns alle liebt und kennt, vertrauensvoll unsere Bitten zu bringen und mit Seiner gnädigen Erhörung zu rechnen. Lernen wir auch, unserem eigenen Willen zu Misstrauen und nur um das zu bitten, von dem wir sicher sind, dass es Seinem Willen entspricht.

Weil wir wissen, dass Gott all unsere Gebete hört, dürfen wir sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten. Es ist, als hätten wir es schon erhalten. 1. Joh 5:15


Darum, meine Kinder, hütet euch davor, anderen Göttern nachzulaufen! 1. Joh 5:21

Heute endet die Reihe zum ersten Brief des Johannes. Es ist für mich weiterhin ein Brief, der mich sehr geprägt hat. Der vorletzte Vers beinhaltet der unseren Glauben nochmals auf den Punkt bringt:

Der Sohn Gottes ist zu uns gekommen, damit wir durch ihn Gott kennen lernen, der die Wahrheit ist. Nun sind wir eng mit dem wahren Gott verbunden, weil wir mit seinem Sohn Jesus Christus verbunden sind. Ja, Jesus Christus ist selbst der wahre Gott. Er ist das ewige Leben.1. Joh 5:20


Ich liebe euch, weil ich durch die Wahrheit mit euch verbunden bin. 2. Joh 1:1

Je schöner und voller die Erinnerungen an einen Verstorbenen, desto schwerer die Trennung. Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann und man soll das auch gar nicht versuchen. Man muß es einfach aushalten und durchhalten. Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost. Denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus. Er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft, wenn auch unter Schmerzen, zu bewahren. Bonhoeffer

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