Anmeldung ->

1. Joh Kap 3

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief des Johannes Kap. 3


Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! 1. Joh 3:1

Ein Kind liebt man nicht wegen seiner Tüchtigkeit, seinen Besitz u.ä. sondern um seiner selbst willen liebt man es. Das ist das ganze Geheimnis eines Kindes, daß es uns durch sein bloßes Dasein nötigt, es zu lieben, und daß es davon lebt, für nichts geliebt zu werden. Darin, daß wir so von uns selber denken würden, läge unsere Erlösung: daß wir einmal den Mut hätten, gratis zu leben, und uns mal getrauen würden, uns einfach schon durch unser Dasein als berechtigt zu empfinden.


Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt – und wir sind es wirklich! Als seine Kinder sind wir Fremde für diese Welt, weil Gott für sie ein Fremder ist. 1. Joh 3:1

Gott ist es, der uns zuerst geliebt und uns in Jesus als seine Kinder angenommen hat. In unserem Leben ist alles eine Gabe seiner Liebe: Wie könnten wir einem so großen Geheimnis gegenüber gleichgültig bleiben? Wie sollten wir auf die Liebe des himmlischen Vaters nicht mit einem Leben als dankbare Kinder antworten? In Christus hat er sich uns ganz geschenkt und ruft uns zu einer tiefen persönlichen Beziehung zu ihm. Je mehr wir also Jesus nachahmen und mit ihm verbunden bleiben, desto mehr treten wir ein in das Geheimnis der göttlichen Heiligkeit. Wir entdecken, daß wir von ihm unendlich geliebt sind, und das spornt uns an, unsererseits unsere Brüder zu lieben. Die Liebe bringt immer einen Akt der Selbstentsagung mit sich, das »Sich-selbst-Verlieren«, und macht uns gerade auf diese Weise glücklich. Benedikt


Wenn er erscheint, so werden wir ihm ähnlich sein. Denn wir werden ihn sehen. Wer solche Hoffnung hat im Vertrauen auf ihn, der reinigt sich, wie Er rein ist.1. Joh 3:2‭-‬3

Durch den Blick auf Christus werden wir immer mehr in sein Bild verwandelt. Hier auf der Erde werden wir ihm zwar nie gleich werden, aber wir dürfen ihm nacheifern und seinen Fußspuren folgen. Wir leben in der sicheren Hoffnung, ihn sehen zu dürfen. Diese Hoffnung reinigt uns. Und diese Reinigung haben wir täglich notwendig, weil wir außer dem Leben Christi auch die alte Natur in uns haben. Reinigung und Ausrichtung nach der Norm, die da Christus ist, der rein ist.


Wer sündigt, lehnt sich gegen Gott und seine Gebote auf, denn sündigen heißt: Gottes Gebote missachten. 1. Joh 3:4

Es ist darunter nicht zu verstehen, dass man in eine Sünde fällt. Das tun wir immer wieder und Gott vergibt uns in Jesus durch seine großen Barmherzigkeit. Ihr wisst ja, dass Christus auf diese Erde kam, um die Sünden der Menschen wegzunehmen (1. Joh 3:5). Doch das Sündigen hier in vers 4 bedeutet, in der Sünde zu leben ohne Reue, Buße und Einsicht über sein falsches Verhalten. Es bedeutet somit, die Sünde ständig zu tun, so dass sie das ganze Leben kennzeichnet. Es bedeutet, Gott völlig außer Acht zu lassen und nach eigenem Willen zu handeln, weil es einem so gefällt. Bleiben wir in Christus, damit wir nie in solch einen Seelenzustand fallen. Lassen wir uns nicht vom richtigen Weg abbringen!

Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht. Wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt. 1. Joh 3:6

Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde. 1. Joh 3:9

Wer ein Kind Gottes ist, der sündigt nicht, weil der Sohn Gottes ihn bewahrt. 1. Joh 5:18


Von Anfang an habt ihr diese Botschaft gehört: Wir sollen einander lieben. 1. Joh 3:11

Jesus forderte uns auf, nicht nur an die Liebe Gottes in Christus zu uns zu glauben, sondern auch einander zu lieben, wie Er uns geliebt hat. Wie gehen wir miteinander um? Liebe zeigt sich nicht unbedingt in großen Worten oder Gesten. Liebe zeigt sich im Hingeben, im Teilen, im Mitfühlen und in der Art und Weise, wie wir uns einander zuwenden. Die Liebe ist uns gegeben, damit wir durch sie alle Schwierigkeiten überwinden.


Wie sehr Christus uns liebt, haben wir daran erkannt, dass er sein Leben für uns opferte. Ebenso müssen auch wir bereit sein, unser Leben für unsere Geschwister hinzugeben. 1. Joh 3:16

Die Last (=seine Menschlichkeit) des anderen zu tragen, kostet Mühe und Kraft. Ich erlebe das täglich in der Schule als Lehrer und Kollege. Trage (=liebe) nicht nur da, wo es leicht fällt z.B. bei Menschen, die du sehr lieb hast, sondern auch da wo es Opfer von dir verlangt und weh tut, dich Überwindung kostet. Dies ist die Nachahmung der Liebe Christi. Dazu müssen wir immer wieder auch unseren Egoismus und Ich-Zentriertheit überwinden. Dieser verschwindet nie vollständig, aber der, der größer ist und in uns lebt, hilft uns, ihm täglich widerstehen zu können.

Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen. Gal 5:16


Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt — wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? 1. Joh 3:17

Das Wort „sehen“ hat hier die tiefere Bedeutung von betrachten, ins Auge fassen, wahrnehmen. Man erfasst die Not des Nächsten mit klarem Blick. Wer sein Herz davor verschließt: Wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Der Apostel setzt diese Frage still und doch ernst hinzu. Man muss nich gleich für den Nächsten sterben, aber wie oft können wir mit einfachen Mitteln helfen und tun es doch nicht. Unsere Lippen reden leider nur allzu leicht von Liebe, ohne sie zu verwirklichen.


Lasst uns einander lieben: nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit. 1. Joh 3:18

Wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. 1. Joh 3,18

Du bist Zeuge der Auferstehung Jesu. Wenn nicht du, wer dann? Du bist Missionar Christi in der Welt, gesandt von Gott selbst, ohne den wir nichts vollbringen können. “Ich bin dein, hilf mir!” (Ps 119,94) Er der Weinstock, wir die Reben. “Stell dir deine Seele als einen Baum vor, der von der Liebe erschaffen ist und deshalb einzig von der Liebe zu leben vermag.” (Katharina v. Siena). Der Kern der Mission ist dieses Lieben aufgrund unseres Geliebtseins.

Die Liebe trägt die Seele, wie die Füße den Leib tragen. Ohne Liebe kann die Seele nicht leben. Sie muß etwas lieben, sie ist aus Liebe geschaffen. (Katharina v. Siena).


Wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau. 1. Joh 3,20

Verabscheue deine Fehler, aber gelassen, ohne Aufgeregtheit, unbesorgt. Man muss mit seinen Fehlern Geduld haben und Nutzen daraus ziehen. Wenn es dir an Geduld fehlt, wird deine Unvollkommenheit wachsen anstatt zu verschwinden. Denn nichts stärkt unsere Fehler so sehr wie Ungeduld und die fixe Idee, sie loswerden zu müssen. Wir brauchen Geduld, um das Elend Anderer zu ertragen, noch mehr Geduld aber, um uns selbst ertragen zu lernen. Reagiere unaufhörlich mit Demut auf dein tägliches Versagen. Pater Pio


Wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau. 1. Joh 3,20

Verabscheue deine Fehler, aber gelassen, ohne Aufgeregtheit, unbesorgt. Man muss mit seinen Fehlern Geduld haben und Nutzen daraus ziehen. Wenn es dir an Geduld fehlt, wird deine Unvollkommenheit wachsen anstatt zu verschwinden. Denn nichts stärkt unsere Fehler so sehr wie Ungeduld und die fixe Idee, sie loswerden zu müssen. Wir brauchen Geduld, um das Elend Anderer zu ertragen, noch mehr Geduld aber, um uns selbst ertragen zu lernen. Reagiere unaufhörlich mit Demut auf dein tägliches Versagen. Pater Pio


Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau. 1. Joh 3:20

Das Verurteilen unserer Herzen entsteht aus dem Bewusstsein unseres Versagens. Das sind dunkle Stunden für uns, wenn unser Versagen in uns schreit, wenn schwere Erfahrungen von Krankheit und Verlust uns quälen und den Zweifel an Gottes Liebe nähren. Auf einmal ist alles weg, was wir an Mut und Zuversicht hatten. So ist unser Herz: Es gelingt ihm, Gedanken wachsen zu lassen, die Gottes Liebe verdunkeln. Wenn mein Vertrauen zu Jesus schwindet, dann verschlingen mich meine Zweifel. Darum geht es mir wie Petrus auf dem stürmischen Meer: Als er nicht auf Jesus schaut, sieht er nur noch die Wellen und versinkt. Aber Jesus reicht ihm die Hand und zieht ihn heraus. Das tut er auch noch heute!

Kann uns also unser Gewissen nicht mehr verurteilen, meine Lieben, dann dürfen wir voller Freude und Zuversicht zu Gott kommen. 1. Joh 3:21


Er wird uns geben, worum wir ihn bitten; denn wir richten uns nach seinen Geboten und leben, wie es ihm gefällt. 1. Joh 3:22

Die beste Art zu beten ist, mit wenig Worten beten, aber nicht zu wenig. So bitten wir in der Stille des Herzens, weil Gott nicht mit lauter Stimme bedrängt werden muss. Wir werden dabei nur dann erhört, wenn wir etwas erbitten, das gut für uns ist, weil Gott für uns das Gute möchte. Neu ist das Bitten im Namen Jesus, denn Gott gefällt es, wenn wir nach seinen Geboten leben. Und so lautet Gottes Gebot:

Wir sollen an seinen Sohn Jesus Christus glauben und einander so lieben, wie Christus es uns aufgetragen hat. 1. Joh 3:23


Wer sich an seine Gebote hält, der bleibt mit Gott verbunden und Gott mit ihm. Wir wissen, dass Gott in uns lebt. Das bestätigt uns der Geist, den er uns geschenkt hat. 1. Joh 3:24

Das ist Frohe Botschaft! Für mich ist das die Froheste aller Frohbotschaften. Das ist unendlich beglückend. Das ist Quelle der Freude und der Zuversicht: Gott nicht nur im Himmel, sondern in jedem Gläubigen. Das ist ein nie ganz zu fassendes Geheimnis, eine nie ganz zu begreifende Wahrheit. Man muss es sich immer wieder vorsagen, meditieren, verkosten, es ganz tief aufnehmen und es sich immer wieder bewusst machen. Du in mir, ich in dir!

Ich bin des so gewiss wie ich lebe, dass nichts mir so nahe ist wie Gott. Meister Eckart

Gott ist uns näher als wir uns selbst. Augustinus

📲 Link zum heutigen Impuls