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2. Kor. Kap. 12

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem zweiten Brief an die Korinther Kap. 12


Er wurde ins Paradies versetzt und hat dort Worte gehört, die für Menschen unaussprechlich sind. 2. Kor 12:4

Paulus wurde einmal in den Himmel entrückt. Diese Erfahrung diente ihm zu Ermutigung für seinen Dienst. Auch wir haben alle schon Erfahrungen gemacht, durch die Gott uns in seinem Wirken ermutigt hat. Keine Visionen, sondern alltägliche Ereignisse, die an sich vielleicht nichts Besonderes sind, aber für dich ein Beweis, dass der Herr seine Hand darin hat. Alle solche Erfahrungen mit dem Herrn geben dir eine besondere Ermunterung, dem Herrn zu dienen. Wenn wir diese Erfahrungen machen, sollen wir uns aber darauf nichts einbilden, sondern allein unserer Schwachheit loben.

Bei mir selbst aber lobe ich nur meine Schwachheit. 2. Kor 12:5


Damit ich mich nicht überhebe, ward mir ein Dorn ins Fleisch gegeben. 2. Kor 12:7

Gibt es Dornen in deinem Leben? In jedem Leben gibt es etwas, von dem wir gerne befreit wären: ein körperliches Leiden, einen bestimmten Persönlichkeitsanteil o.ä. und sicherlich haben wir auch schon für diese Befreiung gebetet und es ist scheinbar nichts passiert. Zweifeln wir nicht an Gott, wenn er uns nicht das gibt, worum wir bitten. Denn er weiß am Besten, wessen wir bedürfen. Unsere Schwachheiten verhindern, dass wir hoxhmütig werden und lassen uns erkennen, dass wir Gott in allem brauchen. Wenn du schwach in dir selbst bist gegenüber all diesen Schwierigkeiten, dann bist du stark, weil die Kraft des Christus über dir wohnt. Die Kraft des Christus kann dann Besitz von dir ergreifen, weil du den Schwierigkeiten nicht in eigener Kraft begegnest. Durch unsere Schwachheiten lernen wir am meisten. Sie zeigen uns, wo wir Gnade nötig haben. Sie sind da, um uns auf den Herrn zu werfen und uns zu lehren, dass wir aus uns selbst nichts tun können.


Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir. 2. Kor 12:9

Der Weg zum Glück beginnt damit, dass wir unser Arm-Sein, unsere Defizite, unsere Schwächen, unsere Missgeschicke und das alles bewusst wahrnehmen fragen: Was könnte das Gute an dem scheinbaren Hindernis zum Glück sein? Worauf will es uns hinweisen? Wofür will es uns stark machen? Jeder Mangel, jedes Armsein birgt in sich eine Chance. Wenn wir so unsere Wahrnehmung ändern, dann begeben wir uns auf den Weg, wo wir versuchen auch das Widrige in unserem Leben dankbar anzunehmen, noch mehr: es sogar als Segen wahrzunehmen. Erkenne, dass auch das Dunkelste im Leben noch sein Positives haben kann. Vertraue darauf, dass aus dem Tod noch Leben erwachsen kann. Der Glückliche sieht im Schlechten noch das Gute.


So trage ich für Christus alles mit Freude. […] Denn ich weiß: Gerade wenn ich schwach bin, bin ich stark. 2. Kor 12:10

Manches im Leben ist schwer und kaum zu ändern, vor allem wir selbst, du und ich, so wie wir sind. Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als es hinzunehmen, es zu (er)tragen, was oft eine große Herausforderung ist. Es geht um die Tugend der Duldsamkeit. Anstatt energieraubend dagegen anzukämpfen, ist die Erkenntnis hilfreich, dass unser Christsein in der Nachfolge Christi u.a. im Tragen besteht, vor allem das Tragen seiner selbst und das Tragen des anderen. Gott ist ein Gott des Tragens. Der Sohn Gottes trug unser Fleisch, er trug das Kreuz, er trug unsere Sünden und schuf durch sein Tragen Versöhnung. Im Tragen folgen wir Gott. Das tägliche Lernen, den anderen in seiner Andersheit anzunehmen, und das Lernen, dass er mich ebenso ertragen muss in meiner Andersheit, um „wir“ zu werden, das ist etwas ganz wichtiges!

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