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2. Kor. Kap. 09

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem zweiten Brief an die Korinther Kap. 9


Gebt jedoch nicht widerwillig oder unter Zwang, denn Gott liebt den Menschen, der gerne gibt. 2. Kor 9,7

Die Art, wie man gibt, bedeutet mehr, als was man gibt. Durch zähneknirschendes Geben können wir Gott weder beeindrucken noch erfreuen. Es geht um die richtige Herzenseinstellung. “Wer mit Freuden gibt, gibt am meisten.” (Mutter Theresa) Geben ist eine Sache des Herzens. Ich achte darauf nicht aus Pflichtgefühl zu geben, um ja ein guter Christ zu sein, sondern zu geben mit einem geöffneten Herzen. Und immer wieder auch der Gegenpol: Dankbarkeit für all das Gute, was wir in unserem Leben schon empfangen durften.


Gott liebt den, der fröhlich gibt. 2. Kor 9:7

Beim Geben kommt es in erster Linie auf die Gesinnung deines Herzens an und danach auf das Tun deiner Hand. Man kann dem anderen Gutes tun um erstens seine Freundschaft zu gewinnen oder zweitens um ihn zu erbauen und zu helfen oder drittens um allein Gott zu gefallen. Das sind drei verschiedene Ziele, von denen das erste weniger vollkommen ist, das zweite schon besser und das dritte am erhabensten. Das höchste Motiv unserer Handlungen, das der Gottesliebe, besitzt die erhabene Eigenschaft, als reinstes Motiv die Handlung, die aus ihm hervorgeht, ganz rein zu machen. Folglich können wir unseren Handlungen je nach den Beweggründen, Zielen und Absichten, die wir bei deren Verrichtung haben, verschiedene Vollkommenheiten verleihen. Reinigen wir daher, sosehr wir nur können, alle unsere Absichten. Geben wir all unseren Handlungen den heiligen Beweggrund der göttlichen Liebe. Lieben wir die Tugenden hauptsächlich deshalb, weil sie Gott wohlgefällig sind.

Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. 2. Kor 9:6


Er kann euch so reich beschenken, ja, mit Gutem geradezu überschütten, dass ihr zu jeder Zeit alles habt, was ihr braucht. 2. Kor 9:8

Gott ist auf machtvolle Weise in der Lage, dir zu geben, was du brauchst. Nicht nur etwas, sondern im Überfluss. Sich gehorsam zum Evangelium von Christus zu bekennen, ist eine bleibende Haltung, die für alle Dinge deines Lebens bestimmend ist. Es gibt es noch eine wunderschöne Auswirkung bei den Empfängern der Gabe. “Sie werden für euch beten.” (2. Kor 9:14) Wenn du etwas schätzen solltest, dann dies: dass Menschen da sind, die für dich beten. Das ist von unschätzbarem Wert. Durch die Gabe ist eine besondere Verbindung entstanden. Die Empfänger der Gabe erkennen in deiner Gabe die überreiche Gnade Gottes an dir.

So könnt ihr auch noch anderen auf verschiedenste Art und Weise Gutes tun […] Gott […] wird dafür sorgen, dass das Gute, das ihr tut, Früchte trägt. 2. Kor 9:8;10


Gott sei Dank für seine unsagbar reiche Gabe! 2. Kor 9:15

Das Besondere an der Tugend der Dankbarkeit ist, dass sie niemand anderem mehr von Nutzen ist, als dem Dankenden selbst. Das gilt vor allem in Bezug auf Gott. Die Größe Gottes kann mein Dank und Lobpreis nicht vergrößern, aber ich selbst erkenne in meiner Dankbarkeit meinen eigenen Wert umso besser. In einer Präfation der Heiligen Messe heißt es daher auch: „Du bedarfst nicht unseres Lobes, es ist ein Geschenk deiner Gnade, dass wir dir danken. Unser Lobpreis kann deine Größe nicht mehren, doch uns bringt er Segen und Heil durch unseren Herrn Jesus Christus. Glücklich werden jene sein, die den Namen Gottes fromm aussprechen und mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit dafür, dass der Erlöser uns losgekauft hat durch sein Blut und sein Leiden. Franz von Sales


Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 2. Kor 9:15

Gott ist und bleibt der größte Geber. Gott hat die größte Gabe gegeben, die je gegeben worden ist, eine absolut unvergleichliche Gabe: seinen Sohn Jesus Christus. Gott wusste, was mit seinem Sohn geschehen würde, wie die Menschen Ihn misshandeln und Ihn zum Schluss ermorden würden. Aber Gott gab. Gott wusste, dass diese Saat eine enorme Frucht bringen würde.

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