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2. Kor. Kap. 06

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem zweiten Brief an die Korinther Kap. 6


Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben. 2. Kor 6:1

Wir weisen oft diese Eingebungen zurück und verweigern Gott so unsere Liebe. Niemals entzieht Gott uns seine Gaben, außer wir ziehen unsere Herzen von ihm zurück. Eine Quelle mag noch so stark fließen, sie kann einen Garten nur entsprechend dem Durchmesser der Leitungen, die ihm das Wasser zuführen, begießen. So umflutet auch der Heilige Geist, gleich einer Quelle lebendigen Wassers unser Herz, um in uns seine Gnade zu ergießen. Er will aber, daß sie nur mit der freiwilligen Zustimmung unseres Willens einströme. Daher wird er sie uns nur nach dem Maß seines Wohlgefallens und unserer eigenen Empfänglichkeit und Mitwirkung spenden.


Jetzt ist der Tag des Heils! 2. Kor 6:2

Wenn wir uns dazu entscheiden, fromm zu leben und uns ganz der Gottesliebe hinzugeben, verändert das unser Leben grundlegend. Ein altes Leben wird darin zurück gelassen. Eine Versuchung liegt darin, sich immer wieder nach diesem alten Leben umzuschauen oder träumerisch in die Zukunft zu blicken. Frommes Leben ist immer gegenwärtiges Leben. Wir sind wie eine “alte” Uhr, die man täglich aufziehen muss, damit sie gegenwärtig im Hier und Jetzt tickt. Jeder, der für seine Seele Sorge trägt, sollte diese Uhr am Morgen und am Abend aufziehen, um sie wieder instand zu setzen und auf Gott zu stimmen


Wir bewähren uns durch Reinheit des Lebens, durch Erkenntnis, Langmut und freundliches Wesen, durch Wirken im Heiligen Geist und ungeheuchelte Liebe. 2. Kor 6:6

Was nun folgt sind Kennzeichen, die Gott bei seinen Dienern sucht. Paulus zählt in diesen Versen nicht weniger als 28 Dinge auf. Sechs davon möchte ich hier benennen:

• Reinheit des Lebens: bewahre dich vor einer übertriebenen Liebe zu den weltlichen Dingen. Denn das beschmutzt deine Seele
• Erkenntnis: lerne Gott immer besser kennen, vor allem durch die heilige Schrift und das Gebet.
• Langmut: das ist die Geduld, die du mit dir und mit anderen Menschen üben sollst.
• Freundliches Wesen: indem du freundlich bist, lässt du andere etwas von der Freundlichkeit Gottes empfinden.
• Wirken im heiligen Geist: er allein vollbringt in uns alles. Lassen wir uns von ihm leiten
• ungeheuchelte Liebe: liebe aufrichtig!

Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben. 2. Kor 6:1


In allen Traurigkeiten bleiben wir fröhlich. Wir sind arm und beschenken doch viele reich. Wir haben nichts und besitzen doch alles. 2. Kor 6:10

Ein Diener besitzt in dieser Welt keine Reichtümer. Er weiß, dass alles vergänglich ist. Darum klammert er sich an nichts. Diesbezüglich ist er arm. Sein wahrer Reichtum ist in Christus und damit kann er viele reich machen. Darum: Vor allem aber empfehle ich dir das Gebet, das zum Gegenstand das Leben und Leiden des Heilands hat. Wenn du ihn oft betrachtest, wird deine Seele von ihm erfüllt, du lernst seine Art und Weise kennen und deine Handlungen nach den seinen formen. Franz von Sales


Ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 2. Kor 6:16

Gott verlangt es danach, bei mir in meiner Seele zu wohnen. Das ist nur möglich, wenn keine störenden Elemente da sind, denn “deinem Haus gebührt Heiligkeit.” (Ps 93:5). Heiligkeit bedeutet sich abzusondern für Gott. Darum sondern wir uns von allem ab, was unsere Seele beschmutzt. Absonderung hat kein negatives, sondern ein positives Ziel: Gottes Wohnen in mir. Gott will, dass du für Ihn abgesondert bist, dass du allein ihm vertraust. Christus setzt alles daran, um dich darin in Übereinstimmung mit sich selbst zu bringen. Und der Vater verlangt danach, dich als sein Kind anerkennen zu können.

Sondert euch ab […] Und ich will euch aufnehmen. Ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. 2. Kor 6:17-18

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