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1. Kor. Kap. 14

Die Liebe soll also euer höchstes Ziel sein. 1. Kor 14:1

Nicht mehr das eigene Sein steht im Zentrum wie es der Selbstbezogenheit des Egoismus entspricht. Wir erleben uns in den Augen Gottes liebenswert, bejahenswürdig und wertvoll. Unsere Liebe erstreckt sich von daher auf alles, was zu Gott gehört: die gesamte Schöpfung, alle Mitmenschen und Freunde, auf die Nahestehenden und Fernen und nicht zuletzt: auf das eigene Sein. Die biblische Forderung, Gott über alles zu lieben, meint nicht ein quantitatives Mehr gegenüber der Selbst- und Nächstenliebe, sondern die qualitative Bezogenheit der Liebe auf Gott als das höchste Ziel aller Liebe.Der Mensch soll Gott um seinetwillen, sich selbst aber wie auch seinen Nächsten um Gottes willen lieben.

Was er sagt, bringt ihnen Hilfe, Ermutigung und Trost. 1. Kor 14:3


Wenn ich aber die Sprache eines anderen Menschen nicht kenne, können wir uns nicht verständigen. 1. Kor 14:11

Wie die Liebe zu Gott damit beginnt, daß wir sein Wort hören, so ist es der Anfang der Liebe zum Nächsten daß wir lernen, auf ihn zu hören. Es ist Gottes Liebe zu uns, daß er uns nicht nur sein Wort gibt, sondern uns auch sein Ohr leiht. So ist es sein Werk, daß wir an unserem Nächsten tun, wenn wir lernen, ihm zuzuhören. Zuhören kann ein größerer Dienst sein kann als Reden. Wer aber seinem Nächsten nicht mehrzuhören kann, der wird auch bald Gott nicht mehr zuhören, sondern er wird auch vor Gott immer nur reden. Hier fängt der Tod des geistlichen Lebens an, und zuletzt bleibt nur noch das geistliche Geschwätz. Wer nicht lange und geduldig zuhören kann, der wird am Andern immer vorbeireden.

Wenn ihr unverständlich redet, wird euch niemand verstehen. 1. Kor 14:9


Gott will keine Unordnung, er will Frieden. 1. Kor 14:33

Das griechische Wort für Frieden ist Irene. Es kommt aus dem Bereich der Musik. Frieden entsteht, wenn verschiedene Töne zusammenklingen. Frieden bedeutet nicht Einheitsbrei, sondern dass die Töne in ihrer Einzigartigkeit harmonieren. Im Lateinischen heißt Frieden Pax, und das steht im Kontext von Verhandlungen. Frieden entsteht demnach, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen. Indem wir die verschiedenen Wünsche und Positionen erklären und einen Weg finden, mit dem alle leben können. Das geht nur durch Verhandlung. Ich muss den Anderen mit seinen Anliegen ernst nehmen und kann dann überlegen, wie man gemeinsam zu einem Frieden kommen kann.  Frieden bedeutet, dass ich innehalte. Ich muss mich von den Illusionen verabschieden, muss versuchen, Ja zu sagen zu mir und zu meinem Nächsten. Damit verbunden sein kann die Trauer, dass eben nicht alles ideal ist. Ich kann nur äußeren Frieden schaffen, wenn in meinem Inneren Frieden herrscht. Wenn ich meinen inneren Frieden über den äußeren Frieden erwarte, dann komme ich immer zu spät. Wer gespalten ist, der erzeugt auch Spaltung. Das Reich Gottes aber ist ein Reich des Friedens und keines der Spaltung.

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