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1. Kor. Kap. 07

Auf dem Weg mit Jesus (7,1-10,13)


Damit niemand zu einem sexuell unmoralischen Leben verleitet wird, ist es besser, wenn jeder Mann seine Frau und jede Frau ihren Mann hat. 1. Kor 7:2

Der Eros ist im Menschen verankert. Erst gemeinsam stellen Mann und Frau die Ganzheit des Menschseins dar, werden ,,ein Fleisch’’ miteinander. Dieser Eros verweist den Menschen auf eine Bindung, zu der Einzigkeit und Endgültigkeit gehören. Die auf einer ausschließlichen und endgültigen Liebe beruhende Ehe wird zur Darstellung des Verhältnisses Gottes zu seinem Volk und umgekehrt. Die Art, wie Gott liebt, wird zum Maßstab menschlicher Liebe.

Sie gehören einander. 1. Kor 7:4


Ich wünschte zwar, jeder würde wie ich ehelos leben. Aber jeder hat von Gott eine besondere Gabe bekommen: Die einen leben nach seinem Willen in der Ehe, die anderen bleiben unverheiratet. 1. Kor 7:7

Paulus hat sein Herz ungeteilt dem Herrn geschenkt und lebte keusch. Die Sorge um die jungen Gemeinden hat sein Leben beseelt, es zum Gott wohlgefälligen Opfer gemacht. Alleiniges Leben in der Nachfolge des Christus hat sich in der Entstehung des Mönchtums ausgebildet. Durch Trennung von der Welt vereinen sich diese Menschen als Mönch oder Nonne inniger mit Christus, dem Herzen der Welt. Eine solche Lebensform zeigt der heutigen Welt das Allerwichtigste, ja das letztlich allein Entscheidende: daß es einen letzten Grund gibt, um dessentwillen es sich zu leben lohnt: Gott und seine unergründliche Liebe.


Jeder soll Gott an dem Platz dienen, an dem ihn Gottes Ruf erreichte. 1. Kor 7:20

Von Gott her sehend überblickt man seine Aufgabe im Leben, die von Gott für uns vorbereitet ist. Egal wie dieser Dienst bei dir aussieht, tue in mit Liebe. Ein Sehen von Gott her ist ein Sehen der Liebe, das dem anderen dient. Das sind seltenst die ganz großen Dinge. Zu großen Taten ist selten Gelegenheit, die kleinen aber begegnen uns zu Hunderten. Verwenden wir viel Sorgfalt und Liebe auf diese kleinen Dinge.

Dort soll er in Verantwortung vor Gott seinen Dienst tun. 1. Kor 7:24


Christus hat euch freigekauft. Ihr gehört jetzt allein ihm. Lasst euch nicht wieder von Menschen versklaven! 1. Kor 7:23

Die Liebe ist das Leben unseres Herzens. Wessen Herz Beute einer niedrigen Liebe geworden ist (Geldgier, Ehrsucht, Geilheit), der unternimmt nur, was sich darauf bezieht. Sie werden zu Sklaven dessen, was sie lieben. Sie haben kein Herz in der Brust und keine Seele in ihrem Herzen als nur dafür. Ebenso ist es aber auch mit der Gottesliebe. Wer einmal die Liebe zu Gott in etwas reichlicherem Maße besitzt, hat kein anderes Verlangen als nach Gott, keine Furcht außer vor Gott, keine Hoffnung außer auf Gott, keinen Mut außer durch Gott, keine Freude außer in Gott. Alle seine Regungen werden in dieser einzigen himmlischen Liebe ihre Ruhe finden. So werden wir Sklaven Christi!


Wir haben nicht mehr viel Zeit. 1. Kor 7:29

Unsere Lebenszeit verrinnt. Jeder Tag, jedes Jahr bringt uns dem Himmel, unserer endgültigen Heimat, einen Schritt näher. Nutzen wir die Zeit, die wir hier haben. Lassen wir uns im Gebet ordnen, reinigen und erleuchten, damit wir offen für Gottes Kraft und Weisheit werden. Er gibt uns Licht für die aktuellen Fragen unseres alltäglichen Lebens. Nutzen wir die Zeit und pflegen die intime Nähe zu ihm. Es ist schön, bei ihm zu verweilen und von der unendlichen Liebe seines Herzens berührt zu werden. Liebende sehnen sich nach ungestörtem Zusammensein, und immer ist die Zeit dafür zu kurz.


Das Wesen dieser Welt vergeht. 1. Kor 7:31

Was bedeutet das praktisch, dass du und ich als Christen nicht von der Welt, aber in der Welt sind? Es prägt unsere Einstellung und beeinflusst so unser Verhalten. Letztlich heißt es schlicht und einfach, dass Gott an Stelle Nr. 1 steht und alles, was wir leben und erleben, durch und durch von seiner Gegenwart durchdrungen ist. Ist Gott nicht an Stelle Nr. 1, so verlieren wir uns an diese Welt und somit verlieren wir uns selbst. Wir dürfen keinen Augenblick die großen Dinge um derentwillen wir hier leben aus dem Auge verlieren.  Darum: Verliert euch nicht an diese Welt, auch wenn ihr in ihr lebt. Denn diese Welt mit allem, was sie zu bieten hat, wird bald vergehen. (1. Kor 7:31)

Herr, hier sind wir. Wir wollen dir dienen. Nimm unsere Hände in deinen Dienst. Öffne unsere Lippen für dein Wort. Fülle unser Herz mit deiner Liebe. Mach uns zu Boten deines Friedens. Nach einem Gebet von Michel Quoist


Verliert euch nicht an diese Welt, auch wenn ihr in ihr lebt. Denn diese Welt mit allem, was sie zu bieten hat, wird bald vergehen. 1. Kor 7:31

Weltliche Reichtümer und Genüsse haben etwas Verlockendes, wer aber in diese Äpfel beißt, wird betäubt werden. Wer ihnen zu große Aufmerksamkeit schenkt, stirbt daran. Hätte ich auch allen Trost dieser Welt, alle Freuden dieses Lebens ganz allein zu genießen, so wüsste ich doch gewiss, dass dieser Genuss keinen Bestand haben und den Durst meines Herzens nicht sättigen könnte. Und wenn du alle erschaffenen Güter hättest, so würdest du doch keine volle Ruhe, keine Seligkeit darin finden. Denn Gott, der alle Dinge erschaffen hat, ist doch besser als alle seine Werke. Also nur in Gott ist volle Ruhe, die ganze Seligkeit zu finden.

Ich möchte, dass ihr ein vorbildliches Leben führt und unbeirrt nur das eine Ziel verfolgt, dem Herrn zu dienen. 1. Kor 7:35

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