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1. Kor Kap. 06

1. Kor Kap. 06


Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes ! 1. Kor 6:11

 Das Erste ist: Deine Sünden sind durch das Blut des Herrn Jesus abgewaschen. Alles Böse ist weggetan. Das Zweite ist: Du bist geheiligt, d.h. Gott will dich jetzt für sich haben, damit du für Ihn lebst. Du musstest zuerst gewaschen werden, denn als du noch in der Sünde lebtest, konnte Gott nichts mit dir anfangen. Das Dritte ist: Du bist auch gerechtfertigt. Gott hat dich nicht nur von der Welt gelöst, damit du in der Welt für Ihn lebst, sondern Er hat dich auch mit sich selbst in Verbindung gebracht, weil Er dich als gerecht erklärt hat und dich so betrachtet, als hättest du nie gesündigt. Du darfst und kannst jetzt sehr nah bei Ihm sein. Nur aufgrund dessen, wer der Herr Jesus ist und durch das Werk, das er vollbracht hat, konnte Gott so mit dir handeln. Und der Geist Gottes, der in dir wohnt, gibt dir die Gewissheit, dass Gott so mit dir gehandelt hat. 


Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen! 1. Kor 6:12

In der Gemeinde von Korinth gab es v.a. auch im sexuellen Bereich viele Missstände. Paulus greift hier kritisch den korinthischen Slogan “Alles ist mir erlaubt“ auf, erweitert ihn aber durch zwei ergänzende Nebensätze. Ja, in Gott sind wir freie Menschen. Aber frei als Mensch zu sein, bedeutet nicht, dass es gut ist, zu tun, was einem gerade in dem Sinn kommt. Denn dann bekommen die Dinge Macht über uns und beherrschen uns. Das passiert, wenn wir uns zu sehr um das Haben und den Genuss kümmern, anstatt unsere Triebe und Leidenschaften zu beherrschen und sie dem Gehorsam Christus unterzuordnen.  


Alles steht mir frei, aber nicht alles ist förderlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich darf mich von nichts beherrschen lassen. 1. Kor 6:12

Mäßigung geht auf das griechische Wort Sophrosyne zurück. Dies bedeutet: die eigenen Grenzen erkennen, bejahen und einhalten: begrenzte Kraft, begrenzte Zeit, begrenzte Möglichkeiten. Missachte ich diese Grenzen, verliere ich das gesunde Maß, dann leidet mein Körper, meine Psyche und am Wichtigsten meine Seele und darin meine Beziehung zu Jesus. Im Kern bedeutet die Tugend des Maßhaltens: nicht mehr wollen, als gut für mich ist, als ich vertrage. Ziehe Grenzlinien: Bis hierhin und nicht weiter. Hier ist meine Grenze, mein Maß. Darüber gehe ich nicht hinaus. Aus dieser Grenzziehung heraus dürfen wir Christus in Dankbarkeit begegnen und ihn immer wieder neu bitten: gib du darin dein Erbarmen dazu. 

Es ist mir alles erlaubt — aber es ist nicht alles nützlich! Es ist mir alles erlaubt — aber es erbaut nicht alles! 1. Kor 10:23 

Wer die Begierden nicht zu beherrschen weiß, der wird von ihnen wie von unbändigen Rossen fortgerissen, fortgezerrt, zertreten, zerrissen, zerstampft. Ambrosius 


Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? 1. Kor 6:15

So wie deine Glieder Teil deines Körpers sind (Arm, Fuß, Hand…), so bist du ein einzigartiges unaustauschbares Glied des Körpers Christi. Meine Seele ist sein und soll nur durch ihn leben. Mein Wille ist sein und soll nur für ihn lieben. Meine Liebe ist sein und soll nur nach ihm streben. Ich muß ihn lieben als meinen ersten Ursprung, denn von ihm komme ich. Ich muß lieben lieben als mein Ziel und meine Ruhe, denn für ihn bin ich da. Ich muß ihn lieben mehr als mein eigenes Sein, denn dieses besteht nur durch ihn. Ich muß ihn lieben mehr als mich selbst, weil ich ganz ihm gehöre und in ihm bin. Herr, ich gehöre zu dir.


Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. 1. Kor 6:17

Die Vereinigung mit dem Herrn ist nicht Verschmelzen, Untergehen im namenlosen Ozean des Göttlichen, sondern ist Einheit, die Liebe schafft, in der beide, also Gott und der Mensch, sie selbst bleiben und doch ganz eins werden. Nichts drängt das Herz des Menschen mehr als diese Liebe. Wenn ein Mensch sich von irgendeinem Menschen geliebt weiß, dann drängt es ihn, diese Liebe zu erwidern. Wird aber ein gewöhnlicher Mensch vom Herrn geliebt, so fühlt er sich noch mehr zur Gegenliebe gedrängt. Auf die göttliche Liebe gibt es nur eine angemessene Reaktion: Liebe, die seine Liebe mit aller Kraft zu erwidern sucht. So werden wir ein Geist mit ihm. 


Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst. 1. Kor 6:19

Der heilige Geist in mir, das ist nicht pille palle. Er ist nicht das Sahnehäubchen in uns, irgendwie ein “der-ist-halt-auch-da”. Ich gehöre nicht mehr mir selbst. Das ist ein krasser Bibelvers , der aber in den innersten Kern trifft, nämlich, dass Gott in mir thront, d.h. da ist jemand ihn mir, der unvorstellbar größer ist als ich, der in mir thront und herrscht mit dem Geist der Liebe. Die Lebensübergabe an Gott ist nicht nur was für Mönche und Nonnen, sondern diese Entscheidung trifft jeden von uns und meint, dass ich diesem thronenden hl. Geist in mir mein ” Ja” gebe. 


Habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst. 1. Kor 6:19

Ein göttlicher Gast hat in mir Einzug gehalten. Welch barmherziges Herabneigen Gottes zu uns! Dieses Herabneigen verleiht unserer Seele Schönheit. Die Schönheit der Seele ist also eine Gabe Gottes. Er verleiht sie ihr durch den Heiligen Geist. Dieser Geist ordnet, was in Unordnung geraten ist, und stellt die durch die Sünde verunstaltete menschliche Natur wieder her. Er formt uns nach dem Bild des Sohnes zu einer neuen Schöpfung um. Der Heilige Geist macht unser Herz demütig und mild, gleich dem Herzen Jesu, der uns durch die Hingabe seines Leibes teuer erkauft hat. 

Ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören! 1. Kor 6:20 

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