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1. Kor Kap. 02

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief an die Korinther Kap. 2


Ich wollte bewusst von nichts anderem sprechen als von Jesus Christus, dem Gekreuzigten. 1. Kor 2:2

Weil wir uns gewöhnt sind, das Kreuz als das Mittel der Erlösung zu betrachten, fällt es uns schwer, die Wirkung zu empfinden, die die folgenden Worte damals haben mussten: Es gibt einen Menschen, der an einem gewissen Ort an das Kreuz gehängt wurde.  Vertraut euch Ihm an. Das war die größtmögliche Torheit. Am Kreuz scheiden sich die Geister. Für die einen ist es ein absurdes Geschehen. Für die anderen ist der Blick zum Kreuz Hilfe und Rettung. Hier unter dem Kreuz ist der Zugang zu der Gnade und der tägliche Zugang zum Frieden mit Gott.


Dass diese Weisheit für uns sichtbar wurde, hat Gott schon vor aller Zeit bestimmt, damit wir an seiner Herrlichkeit Anteil bekommen. 1. Kor 2:7

In Betlehem wird die Weisheit Gottes geboren. Durch die menschgewordene Weisheit Gottes in Jesus Christus haben wir teil an seiner Herrlichkeit. Aus mir selbst habe ich keine Herrlichkeit, nichts Angenehmes oder Anziehendes. In den Augen Gottes besitze ich nun aber dennoch Herrlichkeit. Diese Herrlichkeit ist nichts anderes als Gottes eigene Herrlichkeit, mit der er dich in dem Herrn Jesus bekleidet hat. Darin kommt seine Weisheit zum Ausdruck. Je mehr du dich mit dem Herrn Jesus beschäftigst, desto mehr wird die Herrlichkeit der Weisheit Gottes in deinem Leben hervorstrahlen.

Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben. Joh 17,22


Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen konnte, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben. 1. Kor 2:9

Es geht darum, dass dein Herz in der Liebe zu Gott wächst und so das Verlangen hat, ihn immer besser kennen zu lernen. Das will heißen, daß wir ein unersättliches Verlangen haben sollen, Gott zu lieben, um immerfort Liebe auf Liebe zu häufen. Was treibt die Bienen mehr an, ihren Honig zu vermehren, als die Liebe, die sie zu ihm haben? Fühlen wir in uns das Verlangen nach der heiligen Liebe, so wissen wir, daß wir zu lieben beginnen. Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe.

O lieben! O voranschreiten! O sich selbst sterben! O zu Gott gelangen! Augustinus


Wir haben nicht den Geist dieser Welt bekommen, sondern den Geist Gottes. Und deshalb können wir auch erkennen, was Gott uns geschenkt hat. 1. Kor 2:12

Seine Liebe schenkt er uns. Die Liebe des dreifaltigen Gottes ist größer und höher als alles, was es in der Welt gibt. Nur sie vermag das Herz ganz und dauerhaft zu erfüllen, nur sie schenkt Genuss ohne böses Erwachen. Solange wir das nicht verstanden haben, werden wir nicht aufhören, irdischen Gütern nachzujagen, als vermöchten sie endgültige Erfüllung zu schenken. Nur wenn wir die alles überragende Güte Gottes erkennen, werden wir uns lösen von falschen Bindungen an irdische Güter. Dann werden wir freie Menschen.

Süßer als Wein ist deine Liebe. Hdl 1,2
Die Liebe ist stark wie der Tod Hld 8,6


Wir haben den Geist von Christus, dem Herrn, empfangen und können seine Gedanken verstehen. 1. Kor 2:16

Ein Ordensmann stellte an den frommen Bruder Ägidius die Frage, was er tun könne, um Gott wohlgefälliger zu werden. Da antwortete dieser, indem er sang: Die Eine dem Einen, die Eine dem Einen! Dann erklärte er: Gib immer deine ganze Seele, die eine, Gott allein, dem Einen. Der wahrhaftig Liebende kennt fast keine andere Freude als die an dem, was er liebt. Um diesen über alles Geliebten noch besser zu verherrlichen, sucht die Seele fort und fort sein Antlitz, d. h. sie merkt mit einer immer sorgsameren Aufmerksamkeit.

Die Eine dem Einen. Ägidius


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