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Röm Kap. 09

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Römer Kap. 9


Gottes Plan mit seinem Volk Israel Kap 9-11

Ihretwegen bin ich in ständiger innerer Not; ich wäre sogar bereit, für sie ein Verfluchter zu sein, ausgestoßen aus der Gemeinschaft mit Christus. Röm 9:2-3

Kapitel 9 und 10 richtet sich an das jüdische Volk. Dennoch können wir Belehrungen für uns heraus ziehen. Mich beeindruckt vor allem die Leidenschaft, mit der Paulus, um sein Volk wirbt. Paulus kämpft für sie, er betet für sie, er glüht für sie, ja er würde sogar lieber von Christus getrennt sein, damit sie diese Verbindung eingingen. Er ahmte Jesus Christus nach, der sich für uns zum Ausgestossenen und Verfluchten machte. Unser christlicher Glaube ist nie reine Privatsache, sondern drängt damals wie heute nach Aussen, wendet sich dem Nächsten zu, nicht lau und schwerfällig, sondern mit ganzer Hingabe. Im Eifer für die Seelen nehmen wir uns Paulus zum Vorbild. 

Wir müssen dem Herrn alles geben, da er sich für uns hingegeben hat. Wir müssen ihm gegenüber großzügig sein und uns mit liebevollem Eifer denen zuwenden, die ihn in besonderem Maße auf Erden darstellen: den Armen, den Kleinen, den Kranken, den Leidenden.Papst Johannes XXIII


Sie, die Israeliten, sind doch von Gott auserwählt und dazu bestimmt, seine Kinder zu sein. Röm 9:4

Vielfache Gaben an Israel werden in Vers 5 und 6 hier aufgezählt: die Kindschaft wurde ihnen geschenkt und seinen Kindern offenbarte sich Gott, um mit ihnen einen Bund zu schließen. Er schenkte ihnen das Gesetz und sie hofften auf seine Zusagen, indem sie ihm dienten. Sie sind die Nachkommen der Stammväter und Christus selbst stammt nach seiner menschlichen Herkunft aus ihrem Volk. Gottes Zusagen an sein Volk haben nach wie vor ihre Gültigkeit. Auf diese seine Zusagen, seine Verheißung kommt es an. Sie gelten uns, aber nicht deswegen weil wir Gutes tun oder weil wir als Baby getauft wurden, sondern allein weil er uns zur Kindschaft beruft, die wir im Glauben annehmen.

Nicht alle Israeliten gehören auch zu Gottes auserwähltem Volk. Röm 9:6


Es liegt also nicht am Menschen mit seinem Wollen und Bemühen , sondern an Gott und seinem Erbarmen. Röm 9:16

Gott können wir keine Verpflichtung auflegen, wie wir es untereinander tun. Vielmehr verpflichtet sich Gott selber. Seine unendliche Güte, sein herzliches Erbarmen drängt und treibt ihn dazu. Damit aber die Milde seines Erbarmens nicht des Glanzes seiner Gerechtigkeit entbehrte, beschloß er die Rettung des Menschen auf dem Weg eines gestrengen Loskaufes. Dies konnte nur durch seinen Sohn geschehen. Daher sollte dieser die Menschen erlösen, und nicht nur durch eine Tat der Liebe, obwohl eine solche hinreichend gewesen wäre, sondern durch ein ganzes Leben voll Liebe und Leid bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Er sollte Teilnehmer unserer Armseligkeit werden, um uns zu Teilhabern seiner Herrlichkeit zu erheben. Franz von Sales


Sie haben die Gerechtigkeit empfangen, deren Grundlage der Glaube ist. Röm 9:30

Immer wieder macht Paulus unsere eigene Bedürftigkeit bewußt, unser Angewiesenheit auf Gottes Vergebung. Immer wieder kreist Paulus daher um die empfangene Gerechtigkeit, das Hauptthema des Römerbriefes. Immer wieder betont er es in unterschiedlichen Worten: Christus führt uns in diese Gerechtigkeit ein. Wir empfangen aber noch weit mehr als die Gerechtigkeit. Wir empfangen seine Liebe. Durch Christus ist der Gerechte eingeladen, in die Liebe einzutreten. Liebe aus Christus heraus und nicht, um unser Heil zu verdienen als gute Menschen. Gott ist unser Bemühen nicht zuwider. Sobald aber unser Bemühen Jesu Kreuzestod für uns ersetzen soll, ist es Gott zuwider. Das bedingungslose Vertrauen in Jesu stellvertretendes Opfer für jeden von uns darf durch nichts anderes ersetzt werden.


Sie meinten, sie könnten das Ziel durch ihre eigenen Leistungen erreichen. Röm 9:32

Geben wir uns mit unserem ganzen Sein Gott hin. Dieses Bemühen der Hingabe bereitet Gott Freude. Es ist kein Bemühen, um bei Gott etwas zu erreichen, sondern ein Bemühen aufgrund dessen, was Gott für dich getan hat. Jegliches Bemühen “um zu” (um etwas bei Gott zu erreichen) ist nicht gut. Jegliches Bemühen “aufgrund” (aufgrund der Liebe zu Jesus) bereitet Gott dagegen Freude. Mit “um zu” kommt kein Mensch in den Himmel! Mit “aufgrund” stehen die Türen des Himmels weit offen! 

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