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Röm Kap. 09

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Römer Kap. 9


Gottes Plan mit seinem Volk Israel Kap 9-11


Sie, die Israeliten, sind doch von Gott auserwählt und dazu bestimmt, seine Kinder zu sein. Röm 9:4

Vielfache Gaben an Israel werden in Vers 5 und 6 hier aufgezählt: die Kindschaft wurde ihnen geschenkt und seinen Kindern offenbarte sich Gott, um mit ihnen einen Bund zu schließen. Er schenkte ihnen das Gesetz und sie hofften auf seine Zusagen, indem sie ihm dienten. Sie sind die Nachkommen der Stammväter und Christus selbst stammt nach seiner menschlichen Herkunft aus ihrem Volk. Gottes Zusagen an sein Volk haben nach wie vor ihre Gültigkeit. Auf diese seine Zusagen, seine Verheißung kommt es an. Sie gelten uns, aber nicht deswegen weil wir Gutes tun oder weil wir als Baby getauft wurden, sondern allein weil er uns zur Kindschaft beruft, die wir im Glauben annehmen.

Nicht alle Israeliten gehören auch zu Gottes auserwähltem Volk. Röm 9:6


Entscheidend ist also nicht, was jemand sich vornimmt und wie sehr er sich anstrengt, sondern dass Gott sich über ihn erbarmt. Röm 9:16

Gott kann handeln, wie er will. Er ist völlig unabhängig vom menschlichen Wollen und Abmühen. Allein sein Wille, sein Handeln und sein Erbarmen ist maßgebend. Das Erbarmen Gottes kann man sich in keinster Weise verdienen. Niemand muss sich fragen, ob er nun schon genug getan hat, um sich Gottes Erbarmen zu verdienen. Allerdings muss der Mensch sich eingestehen, dass er vor Gott schuldig ist und nur aufgrund einer Begnadigung sein Erbarmen erfährt. Diese Ausschüttung des Erbarmens wird in Christus auf die gesamte Menschheit ausgeweitet, so wie es schon im alten Testament bei Hosea prophezeit wurde:

Einmal werde ich die mein Volk nennen, die bisher nicht dazugehörten und ich werde die auserwählen, die bisher nicht meine Auserwählten waren. Röm 9:25


Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus. Röm 9:30

Alle Völker haben Gottes Gerechtigkeit erlangt! Und das, obwohl sie sich nicht darum bemüht haben! Allerdings ist es eine Gerechtigkeit, die sie auf dem Weg des Glaubens erlangt haben! Der altjüdische Glauben dagegen hat Gottes Gerechtigkeit nicht erlangt und das, obwohl die Menschen sich sehr darum bemüht hatten. Allerdings war es der Versuch eine Gerechtigkeit auf dem Weg der Werke zu erlangen. Ist das für uns nur Geschichte? Nein! Auch wir stehen stets in der Gefahr im Glauben in eine Werksgerechtigkeit zurück zu fallen. Gott ist unser Bemühen nicht zuwider. Sobald aber unser Bemühen Jesu Kreuzestod für uns ersetzen soll, ist es Gott ein Gräuel. Das bedingungslose Vertrauen in Jesu stellvertretendes Opfer für jeden von uns darf durch nichts anderes ersetzt werden. Jesus hing anstelle von dir und mir am Kreuz.

Israel aber, das sich so sehr bemühte, Gottes Gebote zu erfüllen, um dadurch vor Gott bestehen zu können, hat das Ziel des Gesetzes gerade nicht erreicht. Röm 9:31


Weil die Israeliten nicht durch den Glauben an Christus, sondern durch ihre eigenen Leistungen Anerkennung bei Gott finden wollten. Deshalb wurde ihnen Christus zum Stein des Anstoßes. Röm 9:32

Christen sollen sich mit ihrem ganzen Sein Gott hingeben. Und dieses Bemühen macht Gott Freude. Es ist kein Bemühen, um bei Gott etwas zu erreichen, sondern ein Bemühen aufgrund dessen, was Gott für dich getan hat. Jegliches Bemühen “um zu” (um etwas bei Gott zu erreichen) ist ihm ein Gräuel. Aber jegliches Bemühen “aufgrund” (aufgrund der Liebe zu Jesus) bereitet ihm Freude. Mit “um zu” kommt kein Mensch in den Himmel! Mit “aufgrund” stehen die Türen des Himmels weit offen! Das Fundament (der Stein), um vor Gott als gerecht zu bestehen, ist eine Person: Jesus Christus! Dem einen der Stein des Heiles, dem anderen der Stein des Anstoßes.

Sie haben nämlich nicht erkannt, wie sie Gottes Anerkennung finden können und versuchen immer noch, durch ihre eigenen Bemühungen vor ihm zu bestehen. Deshalb lehnen sie ab, was Gott ihnen schenken will. Röm 10:3

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