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Röm Kap. 07

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Römer Kap. 7


Jetzt gehört ihr nur noch ihm, der von den Toten auferweckt wurde. Röm 7:4

An dieser Stelle geht es darum, dass wir dem mosaischen Gesetz gestorben sind, das damals das A und O war. Eine krasse Aussage von Paulus. Christen stehen nicht unter dem mosaischen Gesetz, sie sind ihm sogar weggestorben. Aber Christen leben das Gesetz, das ihnen ins Herz geschrieben ist und das sich Gesetz Christi nennt. Was es sagt, will in der Verbundenheit mit Christus und durch das Wirken des heiligen Geistes voller Vertrauen und von Herzen gehorsam gelebt werden! Wir sind der Welt gestorben, so dass wir ganz und gar sein Eigentum sind.

Deswegen können wir Gott durch seinen Heiligen Geist in einer völlig neuen Weise dienen und müssen es nicht mehr wie früher durch die bloße Erfüllung toter Buchstaben tun. Röm 7:6


Ohne die Gebote Gottes hätte ich nie erfahren, was Sünde ist. Röm 7:7

Das Sündigen geschah vor dem mosaischen Gesetz nicht so bewusst, was eine gefährliche Situation ist. Durch das Gesetz werde ich mir bewusst, was Sünde ist z.B. indem ich über die 10 Gebote in Bezug auf mein Leben nachdenke. Dieses Gesetz selbst entspricht Gottes Willen. Jedes einzelne Gebot ist heilig, gerecht und gut. Interessanterweise kann sich die Sünde in zwei Richtungen auswirken. Erstens in Ungerechtigkeit, die sich in Übertretungen der Gebote zeigt. Daran denkt jeder. Zweitens aber auch in Selbstgerechtigkeit, die einen möglichst untadeligen Eindruck hinterlassen will. Gerade der zweite Punkt muss im Auge behalten werden. Wie häufig erwische ich mich, wie ich hochmütig auf andere herab blicke, weil sie anscheinend nicht so gut sind wie ich.

Das Gesetz ist von Gottes Geist bestimmt. Das wissen wir genau. Ich aber bin nur ein Mensch und der Herrschaft der Sünde ausgeliefert. Röm 7:14


Ich verstehe ja selbst nicht, was ich tue. Das Gute, das ich mir vornehme, tue ich nicht, aber was ich verabscheue, das tue ich. Röm 7:15

Bin ich mir bewusst, dass ich falsch handle, dann stimme ich Gottes Wille zu und erkenne an, dass er gut ist, ja ich stimme Gottes Willen aus tiefster Überzeugung und mit Freude zu. Dennoch handle ich nach einem anderen Willen, der in mir wohnt. Dieser Wille kämpft gegen das, was ich innerlich als richtig erkannt habe und macht mich zu seinem Gefangenen. Es ist Hang zur Sünde, der mein Handeln bestimmt. Ich habe durchaus den Wunsch, das Gute zu tun, aber es fehlt mir die Kraft dazu. Ich will eigentlich Gutes tun und tue doch das Schlechte. Ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch. Nicht ich selbst tue das Böse, sondern die Sünde, die in mir wohnt, treibt mich dazu.

Ich mache also ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse. Röm 7:21


Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser tödlichen Gefangenschaft befreien? Röm 7:24

Nachdem Paulus die Macht der Sünde so deutlich vor Augen geführt hat, schließt er mit einem Schrei zu Gott: Ich unglückseliger Mensch! Wer kann mich befreien? Das ist kein Selbstmitleid! Es ist ein Bekenntnis: ich bin mir meiner Begrenztheit und meiner Sünde bewusst. Ich bin “in Adam” und benötige Rettung von außen! Gott hat es getan! Er hat ihn aus dieser Gefangenschaft befreit. Durch Jesus Christus hat er es getan.

Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. Röm 7:25

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