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Röm Kap. 07

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Römer Kap. 7


Jetzt gehört ihr nur noch ihm, der von den Toten auferweckt wurde. Nur so werden wir für Gott Frucht bringen, das heißt leben, wie es ihm gefällt. Röm 7:4 

Wir sind ganz und gar sein Eigentum. Wir sind in ihm und er in uns. Das unschätzbare Geschenk dieser Einheit verpflichtet zum Wandel in einem neuen Leben, das Frucht bringt. Der Glaube durchdringt unser ganzes Sein und wirkt sich konkret auf alles in unserem Leben aus. So sind wir von Gott gesegnet, ob wir nun Gott direkt dienen oder Gott im Nächsten dienen und bringen Frucht, weil unsere Wurzel und Quelle der Christus ist. Wer an nichts hängt als an ihm, der dient ihm fröhlich und fast gleichmäßig in allen Aufgaben. 

Gott sei allezeit Ihr Alles. Franz von Sales 


Ohne die Gebote Gottes hätte ich nie erfahren, was Sünde ist. Röm 7:7

Das Sündigen geschah vor dem mosaischen Gesetz nicht so bewusst, was eine gefährliche Situation ist. Durch das Gesetz werde ich mir bewusst, was Sünde ist z.B. indem ich über die 10 Gebote in Bezug auf mein Leben nachdenke. Dieses Gesetz selbst entspricht Gottes Willen. Jedes einzelne Gebot ist heilig, gerecht und gut. Interessanterweise kann sich die Sünde in zwei Richtungen auswirken. Erstens in Ungerechtigkeit, die sich in Übertretungen der Gebote zeigt. Daran denkt jeder. Zweitens aber auch in Selbstgerechtigkeit, die einen möglichst untadeligen Eindruck hinterlassen will. Gerade der zweite Punkt muss im Auge behalten werden. Wie häufig erwische ich mich, wie ich hochmütig auf andere herab blicke, weil sie anscheinend nicht so gut sind wie ich.

Das Gesetz ist von Gottes Geist bestimmt. Das wissen wir genau. Ich aber bin nur ein Mensch und der Herrschaft der Sünde ausgeliefert. Röm 7:14


Ich verstehe ja selbst nicht, was ich tue. Das Gute, das ich mir vornehme, tue ich nicht, aber was ich verabscheue, das tue ich. Röm 7:15

Erkennen wir dies nun, dann ist der Geist Gottes in uns am Wirken. Bin ich mir bewusst, dass ich falsch handle, dann stimme ich Gottes Wille zu und erkenne an, dass er gut ist. Im Tagesrückblick erkenne ich oft: hier hätte ich gelassener reagieren können und war doch aufbrausend, hier hätte ich sanftmütiger sein können und habe doch streng über den anderen gerichtet, hier hätte ich die Möglichkeit zur guten Tag gehabt, aber meine Bequemlichkeit hat mich dran gehindert, hier hätte ich vergeben können, stattdessen trage ich dem anderen sein Fehlverhalten nach, hier hätte die Liebe wirken können und ich tat es nicht. 

Ich mache also ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse. Röm 7:21


Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Römer 7:24 

Die göttliche Liebe und die Eigenliebe haben oft einen Widerwillen gegeneinander und stoßen einander fortwährend in unserem Herzen. Das ist der Kern der Sünde. Nachdem Paulus die Macht dieser Sünde so deutlich vor Augen geführt hat, schließt er mit einem Schrei zu Gott: Ich elender Mensch! Wer kann mich erlösen? Das ist kein Selbstmitleid! Es ist ein Bekenntnis: ich bin mir meiner Begrenztheit, meiner Sünde und meiner benötigen Rettung durch Christus bewusst! Gott hat ihn aus dieser Gefangenschaft befreit. Durch Jesus Christus hat er es getan. Alle Angst ist geschwunden. Wir sind durch ihn erlöst. 

Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. Röm 7:25

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