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Röm Kap. 06

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Römer Kap. 6


So sollen auch wir als neue Menschen leben. Röm 6,4

Der Tod Christi ist Quelle des neuen Lebens, weil Gott in ihm seine ganze Liebe verströmt. Durch unseren Glauben tauchen wir in dieses neue Leben ein, gestaltet dieses neue Leben unsere gesamte menschliche Existenz nach der radikalen Neuheit der Auferstehung um. Sind wir nun bereit dazu, werden unsere Gedanken, Gefühle und Verhalten allmählich geläutert und verwandelt auf einem Weg, der in diesem Leben nie gänzlich vollendet wird. Der Glaube, der in der Liebe wirksam ist wird dabei zu einem neuen Maßstab für das Denken und Tun, der das ganze Leben des Menschen verändert.

Der Herr sieht nicht so sehr auf die Größe der Werke, als auf die Liebe, mit der sie getan werden. Teresa von Avila


Wer gestorben ist, kann nicht mehr von der Sünde beherrscht werden. Röm 6:7

Er verbietet uns nicht, die Sünde zu fühlen, sondern nur in sie einzuwilligen. Er befiehlt nicht, daß wir die Sünde hindern, in uns einzudringen und in uns zu sein, sondern er befiehlt, daß sie nicht in uns herrsche. Sie ist in uns, wenn wir die Auflehnung des sinnlichen Begehrungsvermögens fühlen, aber sie herrscht nicht in uns, außer wenn wir ihr zustimmen. Gott will, daß wir Feinde haben, Gott will aber auch, daß wir sie zurückdrängen. Leben wir also mutig zwischen dem einen und dem anderen göttlichen Wollen. Erleiden wir in Geduld, angegriffen zu werden, aber trachten wir den Angreifern tapfer die Stirne zu bieten und Widerstand zu leisten.


Sind wir aber mit Christus gestorben, dann werden wir auch mit ihm leben. Röm 6:8

Herr, dein Tod am Kreuz und deine Auferstehung mögen uns lehren, den Angriffen des täglichen Lebens die Stirn zu bieten und die Angst vor dem Tod zu überwinden, damit wir in einer größeren und kreativeren Fülle leben. Demütig und geduldig hast du die Nackenschläge des menschlichen Lebens wie auch die Qualen deiner Kreuzigung hingenommen. Hilf uns, die Nöte und Kämpfe, die jeder Tag uns bringt, wahrzunehmen als Chancen, zu wachsen und dir gleichförmiger zu werden. Mach uns fähig, ihnen geduldig und mutig zu begegnen, voll Vertrauen auf deinen Beistand. Lass uns begreifen, dass wir zur Fülle des Lebens nur gelangen, wenn wir unablässig uns selbst und unseren egoistischen Wünschen sterben. Denn nur wenn wir mit dir sterben, können wir mit dir auferstehen. Mutter Teresa von Kalkutta


Dient Gott mit allem, was ihr seid und habt. Röm 6:13

Wohl ist Gott allmächtig und kann alles, was er will. Da er uns aber einmal den freien Willen gegeben hat, will er ihn uns nicht wieder nehmen. Wenn er uns also dazu beruft, ihm zu dienen, dann will er auch haben, daß wir gern kommen, nicht aber gezwungen und widerwillig. Wir leisten dem Herrn Gehorsam, indem wir auf ihn hören. Gehorsam geschieht da, wo man sich zur Verfügung stellt. Stellen wir uns dem Herrn zur Verfügung. Wir gehören zu ihm und tun, was ihm gefällt. Wir sind Diener Gottes! Nicht Sklaven, sondern Diener, weil unser Gehorsam ein Gehorsam von Herzen und aus einem tiefen Vertrauen heraus ist. Begreifen wir dies als große Gnade.

Dient Gott mit eurem ganzen Leben. Röm 6:22


Soll das nun etwa heißen, dass wir bedenkenlos sündigen können, weil uns ja Gottes Gnade gilt? Röm 6:15

Sowohl Bonhoeffer wie Benedikt XVI haben eindringlich darauf hingewiesen, dass wir Christen in der heutigen Zeit in Gefahr stehen einem “billigen” Gnadenverständnis zu folgen: “Der liebe Gott, der schon alles vergeben wird.” “Billige Gnade” meint Tolerierung der Sünde. Gott ist aber nicht tolerant! Er will nicht, dass wir sündigen. Gnade ist kein Freibrief für ein Leben nach eigenem Gutdünken. Mach was du willst, Gott vergibt alles. “Billige Gnade ist Predigt der Vergebung ohne Buße.” (Bonhoeffer). Gottes Gnade aber ist teuer und kostbar, muss gepaart sein mit Buße, d.h. der immer wieder neuen Ausrichtung an Gott und seinem Willen.

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