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Röm Kap. 05

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Römer Kap. 5


Nachdem wir durch den Glauben von unserer Schuld freigesprochen sind, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Röm 5:1

Nun haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus. Jesus ist unser Friede. Er hat durch sein vergossenes Blut Frieden gestiftet. Da ist nichts mehr, was zwischen Gott und mir geregelt werden muss, alles ist in Ordnung. Nun hat Gott nichts mehr gegen Dich, denn Er hat Dich gerechtfertigt, weil du an den Herrn Jesus glaubst und darum teilhast an der ewigen Erlösung. Jedoch hat der Gläubige nicht nur Frieden mit Gott gefunden, er ist auch ein Kind Gottes geworden, so dass er durch die Kraft des Heiligen Geistes die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn genießen kann. Frieden und Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott, was für eine Gnade für uns!


Leid macht geduldig, Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben. Röm 5:3‭-‬4

Leben in der vollkommenen Freude bedeutet nicht, dass das Leben einfach oder schmerzlos ist. Das Leiden gehört zum Leben dazu und kann es verbittern. Es anzunehmen ist oft sehr schwer. Zugleich ist es aber immer auch Chance. Denn wenn wir akzeptieren, dass das Leben ist, wie es ist, und nicht, wie es unserer Ansicht nach sein sollte, festigt das unseren Glauben an den auferstandenen Herrn, der unser tiefster Freudensgrund ist. Ich bin mir bewusst, dass das eine wirklich harte Nuss ist, aber wir kommen nicht daran vorbei, hier einen Weg zu finden. Denn das Leid ist da. Bitten wir den Herrn um Kraft und Weisheit!

Die Auferstehung Christi macht offenbar, dass wir Zukunft haben. Leiden und Tod verlieren dadurch nichts von ihrer Bitterkeit, aber sie erscheinen in einem neuen Licht. Bonhoeffer


Diese Hoffnung aber geht nicht ins Leere. Denn uns ist der Heilige Geist geschenkt, und durch ihn hat Gott unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt. Röm 5:5

Manchmal kommt es über dich von jetzt auf nachher, teils mit, teils ohne Grund: Entmutigung, innere Leere, Frust, Traurigkeit, Wut über den Alltagstrott oder über andere Menschen. So geht’s mir auch. Das wirksamste Medikament dagegen ist die Erinnerung, was schön war und schön ist. La vie est belle. Das Leben ist schön. Im heiligen Geist zu wohnen, bedeutet nicht nur, mich von ihm gebrauchen zu lassen, sondern auch mich daran erinnern zu lassen, was gut und schön ist. Neben vielen individuellen Einzelheiten ist es im innersten Kern natürlich dies: Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. (Joh 3:16) Heiliger Geist, lass uns das nie vergessen.

Gebet: Der du der Tröster wirst genannt, vom höchsten Gott ein Gnadenpfand, du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut, der Seele Salbung, höchstes Gut.


Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Röm 5,5

Nein. Liebe lässt sich nicht studieren wie ein Lernfach. Was wir können: Liebe schöpfen bei Gott! Das Herz öffnen und die Liebe als Gabe Gottes empfangen. Und Ja. Liebe ist auch Aufgabe und kann geübt werden. “Liebesfähig zu werden ist das Ziel des Lebens.” (Sölle) Üben, unsere Aufmerksamkeit bewusst von uns weg auf andere zu richten! Üben, gute Gedanken über andere zu denken, das Verhalten des anderen möglichst positiv zu deuten, statt immer gleich das Böseste anzunehmen. Üben, liebevoll mit anderen zu sprechen, ein riesiges Trainingsfeld! Üben auch tatkräftig mit den Händen anzupacken. Echte Liebe äußert sich nach Augustinus in Miene, Wort und tausend freundlichen Gesten.


Diese Hoffnung aber geht nicht ins Leere. Röm 5:5

Hoffnung ist etwas tieferes als Optimismus, der von Gefühlen abhängig ist und daher leicht in Pessimismus umschlagen kann. Hoffnung geht tiefer, weil sie nicht von Gefühlen abhängig ist, sondern auf dem festen Grund von Überzeugungen steht und daher eben viel stabiler ist. Für diese Hoffnung braucht es Vertrauen: glaube mit unerschütterlichem Vertrauen, dass es nie eine Situation geben kann, die absolut und völlig hoffnungslos ist, allein weil wir in der Liebe Gottes leben. Diese Hoffnung lässt uns in der vollkommeneb Freude leben.

Jesus allein ist das Leben, das immer neue Freude und Hoffnung schenkt, uns und unserer Welt. Benedikt XVI


Uns ist der Heilige Geist geschenkt, und durch ihn hat Gott unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt. Röm 5:5

Das Herz ist das Symbol für pulsierendes Leben. Es ist der springende Punkt im Menschen, der Ort, von dem alles Gute und Böse, die Barmherzigkeit wie die Herzensverhärtung, entspringen. Ebenso wie als Ausdruck der Menschenliebe bezeichnet es die Liebe zu Gott. Mit einem von Gottes Liebe erfüllten Herzen (Röm 5,5) kämpfen wir aber auch gegen all das an, was unser Herz vom Guten abbringen will. Hier spielt das Symbol des Drachens eine große Rolle. Der Drache als Sinnbild des Bösen drückt Schrecken und Kraft aus und droht, den Menschen zu überwältigen. Immer mehr wandelte er sich zum Motiv des christlichen Kampfes gegen das Böse. Der Drache wird in Kirchen aber nicht als Sieger, sondern als Besiegter dargestellt. Am bekanntesten ist der heilige Georg, dargestellt wie er den Drachen tötet. Das ist ein Bild dafür, dass wir schlechte und böse Gedanken aus unserem Herzen heraus werfen müssen.


Uns ist der Heilige Geist geschenkt und durch ihn hat Gott unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt. Röm 5:5

Unsere Herzen erfüllt mit der Liebe Gottes! Aus dieser Liebe heraus können auch wir lieben. Die Liebe Gottes ist der Kern des Evangeliums. Nichts ist besser und notwendiger als diese Liebe zu erkennen und sich von ihr umwandeln zu lassen, so dass wir selbst ein Werkzeug seiner Liebe werden. Ein wenig Liebe ist vor Gott wertvoller als alle anderen Werke zusammen. Aus Liebe zu uns will er, daß wir ihn lieben. Wir können ja nicht aufhören, ihn zu lieben, ohne anzufangen, verlorenzugehen.


Wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. […] Wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt. Röm 5:2-3

Nachdem Paulus gezeigt hat, dass alle unter der Sünde sind und dass kein Mensch durch eigenes Bemühen von der Sünde loskommen und vor Gott gerecht werden kann erklärt er, wie Gott dem Menschen seine Gerechtigkeit gibt, die Gerechtigkeit durch Glauben an Jesus Christus. Gott hat Christus zum Sühneort bestimmt. Die Rechtfertigung durch den Glauben ist nicht neu wie der Blick auf Abraham deutlich macht. So besitzen wir eine lebendige Hoffnung über den Tod hinaus. Fundament dieser Hoffnung ist der Herr selbst, der das Leben ist. Bedrängnisse bewirken dabei, dass wir nahe beim Herrn bleiben. Wäre alles nur eitel Sonnenschein, dann ständen wir in viel größerer Gefahr uns von ihm zu entfernen, von ihm, der doch unsere Mitte ist. Unser einziger Stolz ist der gekreuzigte und auferstandene Christus.

Wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben. Röm 5:11


Die neue Leben der Christen (5,12 – 8,39)


Ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn. Röm 5:21

Durch die sog. Erbsünde sind wir dem Tod ausgeliefert. Alle haben gesündigt. Durch die Sünde eines einzigen Menschen, nämlich Adam, sind alle Menschen in Tod und Verderben geraten, durch sein Ungehorsam wurden alle Menschen vor Gott schuldig. Aber durch die Erlösungstat eines einzigen Menschen, nämlich Jesus Christus, sind alle mit Gott versöhnt und bekommen neues Leben. Weil Jesus Christus gehorsam war, werden sie von Gott freigesprochen. Denn so wie bisher die Sünde über alle Menschen herrschte und ihnen den Tod brachte, so herrscht jetzt Gottes Gnade: Gott spricht uns von unserer Schuld frei und schenkt uns ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

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