Anmeldung ->

Apg Kap. 10

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus der Apostelgeschichte Kap. 10


Kornelius hatte eines Tages gegen drei Uhr nachmittags eine Vision. Er sah deutlich, wie ein Engel Gottes bei ihm eintrat. Kornelius! rief der Engel. Apg 10:3

Beim römischen Hauptmann Kornelius wird die Tür zur Mission unter den Nichtjuden geöffnet. Er war ein Mann der den Gott Israel ehrte, treu zu ihm betete und den Armen Geld gab. Kornelius erscheint ein Engel mit dem Auftrag, Petrus zu holen. Kornelius gehorcht und schickt Leute los, um Petrus zu holen. Dieser wird ihnen Christus verkündigen, wohl gemerkt: einem nichtjüdischem Kornelius. So arbeitet Gott noch heute an den Herzen der Menschen: seltenst durch Engel oder Visionen, sondern meist durch menschliche Boten. Wichtig ist, dass wir so oder so, seine Stimme hören, um den Weg zu gehen, den er für uns bestimmt hat.

Das Allerbeste, wozu man in diesem Leben kommen kann, das ist, dass du schweigst und Gott in dir wirken und sprechen lässt. Meister Eckhart


Da sprach die Stimme ein zweites Mal zu ihm: Wenn Gott etwas für rein erklärt hat, dann nenne du es nicht unrein. Apg 10:15

Szenenwechsel! Petrus hat eine Vision. Ein Tuch kam vom Himmel mit allerlei Tieren, die für die Juden als unrein galten. Petrus wird von der himmlischen Stimme aufgefordert davon zu essen, weigert sich aber, weil es gegen jegliche Speisevorschrift war. Auch das Wort, dass es Gott für rein erklärt und nicht vom Menschen unrein genannt werden darf, zeigt keine Wirkung bei Petrus. Das wiederholt sich dreimal. Dann verschwindet das Tuch wieder. Ein nicht verstehender Petrus bleibt zurück. Aber was er erlebt hat, wird ihm zur Vorbereitung dienen für eine viel wichtigere Entscheidung: die Taufe von Nichtjuden bei der Begegnung mit Kornelius. Für diese Begegnung muss Petrus offen sein. Im Moment darauf kommen auch schon die Boten des Kornelius, um ihn zu holen.

Petrus verstand nicht, was diese Erscheinung bedeuten sollte. Apg 10:17


Doch Petrus wehrte ab: Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch! und half ihm wieder auf. Apg 10:26

Petrus und Kornelius gehen durch die Lenkung Gottes aufeinander zu. Nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich begegnen sie sich. Nun erst erkennt Petrus die Bedeutung seiner Vision: kein Mensch ist vor Gott unrein. Das Heil in Jesus Christus gilt allen Menschen. Und so überwindet er die Distanz und geht in das Haus des Kornelius, was ihm der jüdische Glaube eigentlich verbot. Auch Kornelius muss korrigiert werden, weil er vor Petrus wie vor einem Gott niederfällt. Stattdessen soll er aufstehen, damit eine Begegnung auf Augenhöhe stattfinden kann. Von Mensch zu Mensch! Gott zeigt uns in unseren Begegnungen, dass wir einander annehmen sollen, wie Jesus Christus uns angenommen hat.

Gott hat mir gezeigt: Ich darf keinen Menschen für unrein halten und ihm darum die Gemeinschaft verweigern. Apg 10:28


Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben, wie es ihm gefällt. Apg 10:35

Nach seiner bisherigen Auffassung gehören für Petrus die Leute im Haus des Kornelius nicht zum Volk Gottes. Als er nun aber sieht, mit welcher inneren Bereitschaft sie alle zusammengekommen sind, verändert sich die Sicht des Apostels. Mit einem Mal wird das Evangelium in seiner universalen Bedeutung sichtbar: Christus, der Herr, liebt alle Menschen. Vor Gott befinden sich alle auf demselben Boden, sowohl hinsichtlich ihres Zustandes der Sünde als auch im Hinblick auf das Werk Christi.

Christus ist ja der Herr über alle! Apg 10:36


Da kam der Heilige Geist auf alle, die ihm zuhörten. Apg 10:44

Der Apostel ist darauf bedacht, Zeugen bei sich zu haben, um später über die Ereignisse berichten zu können. Indem Petrus sie nach dem Empfang des Heiligen Geistes taufen lässt, nimmt er sie auf in das Volk Gottes. So entsteht im Haus des Kornelius die erste christliche Gemeinde aus Juden und Nichtjuden. Dieser Anfang des weltweiten Christentums ist ein Geschenk des Heiligen Geistes und die Frucht eines mutigen Gehorsams. “Die jüdischen Christen, die mit Petrus gekommen waren, konnten es kaum fassen, dass Gott auch Nichtjuden den Heiligen Geist schenkte.” (Apg 10:45) Im Hause des Cornelius wiederholte sich gewissermaßen das Pfingstwunder.

Er ließ alle auf den Namen von Jesus Christus taufen. Apg 10:48

📲 Link zum heutigen Impuls