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Lukas Kap. 14

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Lukas-Evangelium Kap. 14

Lk 14,1-6 :Jesus heilt Mann mit geschwollenen Armen

Er sprach: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen? Sie aber schwiegen. Da rührte er ihn an, machte ihn gesund und entließ ihn. Lukas 14:3-4

Dann wandte er sich an die Juden und erinnerte sie daran, dass sie bestimmt eines ihrer Tiere am Tag des Sabbats herausziehen, wenn es in einen Brunnen fällt. Es lag in ihrem eigenen Interesse, denn das Tier war viel Geld wert. Wenn es jedoch um das Leiden eines Mitmenschen ging, scherten sie sich nicht darum, und sie hätten Jesus gerne dafür verurteilt, dass er dem Wassersüchtigen geholfen hat. Obwohl sie dem Heiland darauf nicht antworten konnten, waren sie nach unserer festen Überzeugung umso mehr über ihn erbost. MacDonald

Wer von euch, wenn ihm sein Esel oder Ochse in den Brunnen fällt, wird ihn nicht sogleich herausziehen am Tag des Sabbats? Lk 14:5

Lk 14,7-14: Jesus lehrt über Demut

Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setze dich auf den letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt, zu dir spricht: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tisch sitzen. Lk 14:10

Über einer demütigen Seele stehen die Schleusen des Himmels offen und ein Meer von Gnaden strömt auf sie nieder. Wie schön ist eine demütige Seele; aus ihrem Herzen steigt, wie aus einem Weihrauchgefäß, lieblicher Duft auf und dringt durch die Wolken bis hin zu Gott, um Sein Heiligstes Herz zu erfreuen. Einer solchen Seele versagt Gott nichts; sie ist allmächtig, sie beeinflusst das Schicksal der ganzen Welt. Gott erhebt sie bis zu Seinem Thron. Je mehr sie sich demütigt, um so mehr neigt sich Gott herab zu ihr. Er verfolgt sie mit Seinen Gnaden und begleitet sie jederzeit mit Seiner Allmacht. Solche Seelen sind mit Gott am tiefsten verbunden. O Demut, verwurzele dich tief in meinem ganzen Wesen. Faustina

Bitte lieber die Armen, Verkrüppelten, Gelähmten und Blinden an deinen Tisch. Lk 14:13

Gott erwählt das Schwache. Die Hochmütigen bringt er zu Fall. Gerade als fest im Glauben stehende und verankernde Christen sollten wir uns vor der Hochmut hüten, ständig der Liebe zugeneigt. Ich muss da immer wieder aufpassen: Sie arbeiten mit behinderten Menschen. Oh toll! Sie schreiben täglich diese christlichen Impulse. Oh toll. Was bin ich für ein toller Mensch. Und Zack, bin ich ausgeladen. Die Demut im Sinne des Erkennens der eigentlichen Menschlichkeit ist die Eintrittskarte zum königlichem Hochzeitsmahl. “Gott sucht sich nicht den vollkommensten Menschen, um sich mit ihm zu verbinden, sondern er nimmt menschliches Wesen an, wie es ist.” (Bonhoeffer). Machen wir uns in diesem Geiste auf zur Krippe. Gott sei alle Herrlichkeit und Ehre.

Lk 14,15-24: Gleichnis vom großen Fest

Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein. Lk 14:16

Das erinnert uns an die großartige Tatsache, dass der Herr Jesus das Werk der Erlösung auf Golgatha vollbracht hat und die Einladung des Evangeliums aufgrund dieses vollendeten Werkes ergeht.

Sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn ansehen. Lk 14:18

Einer der Eingeladenen entschuldigte sich, weil er einen Acker gekauft hatte und ihn besehen wollte. Normalerweise hätte er ihn ansehen sollen, bevor er ihn kaufte. Doch selbst dann hätte er die Liebe zum Irdischen der gnadenreichen Einladung vorgezogen.

Ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu erproben. Lk 14:19

Der nächste Eingeladene hatte fünf Joch Ochsen gekauft und wollte sie erproben. Jesus zeigt uns hier im Bild diejenigen, die ihre Arbeit, ihren Beruf oder das Geschäft wichtiger nehmen als den Ruf Gottes.

Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, darum kann ich nicht kommen! Lk 14:20

Der Dritte sagte, er habe eine Frau geheiratet und könne deshalb nicht kommen. Familienbande und gesellschaftliche Beziehungen hindern Menschen oft daran, die Einladung des Evangeliums anzunehmen

Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! Lk 14:21

Das ist zweifellos ein Bild für das Evangelium, das den Heiden verkündigt wird.

Lk 14,25-35: Jesus lehrt über den Preis der Nachfolge

Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als seine Eltern, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das eigene Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein.Lk 14:26

Als Erstes sagte er denen, die ihm folgten, dass sie ihn über alles lieben müssten, wenn sie ihm folgen wollten. Er betonte, dass die Liebe zu Christus so groß sein muss, dass alle andere Liebe im Vergleich dazu wie Hass erscheint. Keine Familienbande dürfen einen Jünger von seinem Pfad des völligen Gehorsams gegenüber dem Herrn abbringen. Ja, Jesus muss uns wichtiger sein, als unser eigenes Leben. Statt ein Leben zu führen, das sich um uns selbst dreht, muss Christus im Mittelpunkt unseres Lebens stehen. Statt zu fragen, wie jede Handlung uns selbst betrifft, müssen wir sorgfältig fragen, wie sie sich auf Christus und seine Herrlichkeit auswirkt. MacDonald

Überlegt auch ihr vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen. Sonst könnt ihr nicht meine Jünger sein. Lk 14:33

Er sagt ausdrücklich, dass keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein kann. Man kann der Bedeutung dieses Verses nicht ausweichen. Es geht hier nicht darum, dass man bereit sein müsse, alles zu verlassen, sondern es heißt, dass man alles verlassen muss. Wir sollten annehmen, dass der Herr Jesus wusste, was er sagte. Er erkannte, dass sonst niemand so handeln würde, wenn er sich nicht genau ausdrücken würde. Er möchte Männer und Frauen, die ihn mehr als alles andere in der Welt schätze. MacDonald