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Lk Kap. 09

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Lukas-Evangelium Kap. 9


Aussendung der Zwölf Lk 9,1-6

Mt 10,1-15; Mk 6,7-13

Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Lk 9:1

Von der Aussendung der 12 wird nicht nur bei Markus, sondern auch bei Lukas und Matthäus berichtet. Sie hat Gewicht! Die Sendung von Jüngern zu den Menschen, das Weitersagen der Heilsbotschaft ist ein Herzensanliegen Jesu. Bis in unser Heute setzt sich diese Sendung bei uns fort. Wir sind als Boten des Evangeliums unterwegs. Bevor wir allerdings Boten sind, sind wir wie damals die Apostel Berufene, berufen bei Jesus zu sein, mit ihm zu gehen und von ihm zu lernen. Wer im Namen Jesu Bote des Evangeliums sein will, der muss zuerst mit Jesus leben, der muss immer wieder auf ihn schauen und von ihm lernen. Nur so ist es möglich Gesandter Jesu Christi zu sein, Sprachrohr seiner Botschaft, Bote seiner Liebe und Werkzeug seines Friedens.


Und er sprach zu ihnen: Nehmt nichts auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche, weder Brot noch Geld; auch soll einer nicht zwei Hemden haben. Lk 9:3

Christen müssen immer leichtes Gepäck haben. Die Jünger sollen nichts mitnehmen ausser einem Wanderstock. Die Jünger sollen erfahren, wie es ist, sich ganz auf die Güte der Menschen und letztlich auf die Vorsehung Gottes zu verlassen. Ob Gott wirklich Quelle und tragender Grund des Lebens ist, das soll man ablesen können an denen, die ihn verkündigen. Übertragen heißt das “Nichts mitnehmen” auch: Geh zu den Menschen so wie du bist. Sei du selbst! Gib dich selbst! Sag, was du glaubst! Verstecke dich nicht hinter Rollen oder Scheinidentitäten. Sei innerlich arm und verlasse dich allein auf Gott.


Und wo immer ihr in ein Haus eintretet, da bleibt, und von da zieht weiter. Lk 9:4

Jesus schickt die Jünger nicht in Synagogen oder auf den Marktplatz, sondern in die Häuser. Die Familien waren die Keimzelle für die Ausbreitung des Evangeliums. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die wenigsten von uns sind berufen, sonntags in der Kirche zu predigen, aber jeder von uns hat die Möglichkeit, in seinem Alltag in den kleinen Begegnungen Zeugnis für seinen Glauben zu geben
Wir können zu Menschen vordringen, die nie auf die Idee kämen, in die Kirche zu gehen oder mit einem Priester zu sprechen!

Und wo man euch nicht aufnehmen wird, da geht fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Lk 9:5


Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer, verkündigten das Evangelium und heilten überall. Lk 9:6

Neben dem Auftrag zur Verkündigung werden die Jünger auch beauftragt, zu heilen. Es geht darum, die Menschen heil zu machen, sie zu befreien, von dem, was sie bedrückt, fesselt, krank und kaputt macht. Die bösen Geistern haben auch heute viele Gesichter. Gelebter Glaube beinhaltet nicht nur Askese, sondern immer auch eine befreiende und heilende Seelsorge! Jesus gibt ihnen diese Vollmacht. Nicht nur ein Wort, nicht nur eine Lehre, sondern wirksame Macht empfangen die Apostel.


Herodes lässt Johannes den Täufer töten Lk 9,7-9

Mt 14,1-12; Mk 6,14-29


Fünftausend Menschen werden satt Lk 9,10-17

Mt 14,13-21; Mk 6,30-44; Joh 6,1-15


Petrus sagt, dass Jesus der Christus ist Lk 9,18-20

Mt 16,13-20; Mk 8,27-30

Für wen haltet ihr mich? Lk 9:20

Der Glaube liefert nicht nur irgendeine Information über die Identität Christi, sondern er setzt eine persönliche Beziehung zu ihm voraus, die Zustimmung der ganzen Person mit ihrem Verstand, ihrem Willen und ihren Gefühlen zur Selbstoffenbarung Gottes. So spornt die Frage Jesu: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ die Jünger eigentlich dazu an, hinsichtlich der Beziehung zu ihm eine persönliche Entscheidung zu treffen. Glaube und Nachfolge Christi hängen eng zusammen. Und da der Glaube voraussetzt, daß man dem Meister nachfolgt, muß er gefestigt werden und wachsen, tiefer und reifer werden in dem Maße, in dem die Beziehung zu Jesus, die Vertrautheit mit ihm intensiver und stärker wird. Benedikt XVI


Für den Christus Gottes ! Lk 9:20

Auch wir wollen heute mit tiefer Überzeugung ausrufen: Ja, Jesus, du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Wir tun dies in dem Bewußtsein, daß Christus der wahre »Schatz« ist, für den es sich lohnt, alles zu opfern; er ist der Freund, der uns nie verläßt, da er die tiefsten Sehnsüchte unseres Herzens kennt. Jesus ist der »Sohn des lebendigen Gottes«, der verheißene Messias, der in die Welt gekommen ist, um der Menschheit das Heil anzubieten und den Durst nach Leben und Liebe zu stillen, den jeder Mensch in sich trägt. Welch großen Nutzen würde die Menschheit daraus ziehen, nähme sie diese Botschaft auf, die Freude und Frieden mit sich bringt! Benedikt XVI


Erste Leidensankündigung Lk 9,21-27

Mt 16,21-28; Mk 8,31-9,1

Der Menschensohn muss viel leiden. Er wird […] verurteilt und getötet werden. Lk 9:18‭, ‬22

Die Evangelien sind letztlich Passionsgeschichten mit ausführlicher Einleitung. Christi Passionszeit beginnt nicht erst in der Leidenswoche, sondern mit dem ersten Tage seiner Predigt. Die eigentliche Passion dauert dann eine Woche. Wollten die Evangelisten mit dem Schema der einen Woche eine zweite Schöpfungsgeschichte andeuten? So wie Gott die Welt in sieben Tagen erschuf, so bewirkte Jesus mit seinem Leiden, Sterben und Auferstehen in einer Woche unsere Erlösung. Er ist diesen Weg für mich gegangen. So können wir voller Zuversicht und Glauben diesen Morgen beten: Jesus, denk an mich. Lk 23:42


Wer mein Jünger sein will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen. Lk 9:23

Die Nachfolge Jesu im Tun des Vaters Willen fordert uns gerade in seiner Alltäglichkeit heraus. Da geht es um Ausdauer, Beharrlichkeit, Treue, Geduld und vor allem um das Vertrauen darauf, dass dieser Gott alles lenkt und zum Guten führen wird. Diese umkehrende Nachfolge beginnt täglich neu. Bleibe beharrlich dabei, dich tapfer zu überwinden bei diesen kleinen täglichen Ärgerlichkeiten, die dir zustoßen. Ja: “Wir müssen daran denken, dass wir jeden Tag mit unserem Fortschritt oder unserer Vervollkommnung wieder zu beginnen haben. Man wird niemals fertig damit; man muss immer wieder beginnen und zwar gerne wieder beginnen.” (F.v.Sales). Und das Schritt für Schritt: “Wer einen hohen Berg erklimmen will, tut das nicht in Sprüngen, sondern schrittweise und langsam” (Gregor der Große).


Verklärung Lk 9,28-36

Mt 17,1-13; Mk 9,2-13

Etwa acht Tage nachdem er das gesagt hatte, nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Lk 9:28

Alle christlichen Kirchen feiern heute das Fest der Verklärung. Es ist ein wichtiges Ereignis, weswegen ich mich in dieser Woche der “Verklärung des Herrn” zuwenden möchte. Beginnen tut die Verklärung damit, dass Jesus die 3 Apostel mit auf einen Berg nimmt. Der Berg steht in der Bibel für Gottesnähe, ein Ort, an dem Gott sich offenbart, an dem der Mensch Gott näher ist als im Tal, im Nebel seines Alltags. So wichtig der Alltag ist, wir auch dort in und bei Gott sind, wir dort unser Kreuz tragen, so unerlässlich ist es für jeden von uns, dass er einen inneren “Berg” hat auf dem er Gott begegnet. Physische Orte (Kirche, Gebetsecke) und eine bestimmte Zeit (z.B. Morgengebet) helfen dabei. Wie dein Berg sich im Einzelnen zeigt, gestaltet sich bei jedem anders. Benedikt der XVI hat einmal gesagt, es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.


Während Jesus betete, veränderte sich sein Gesicht, und seine Kleider strahlten hell. Lk 9:29

Jesus ist im Gebet (vgl. auch Lk 9,29). Häufig wird davon berichtet, dass Jesus sich zum Gebet zurückzog. Das Besondere hier ist, dass er drei Apostel mitnimmt und somit auch dich. Auf den Berg mit Jesus zu steigen bedeutet für die Apostel in das Gebet Jesu hineingezogen zu werden. Er wollte ihnen und dir das innere Licht zeigen, das ihn erfüllt, wenn er betet. Das Gebet damals und für uns jetzt ist kein Beiwerk, keine „Option“, sondern es ist eine Frage von Leben oder Tod. Nur wer betet, d.h. wer sich in kindlicher Liebe Gott anvertraut, kann in das ewige Leben eintreten, das Gott selbst ist. Das Ereignis der Verklärung macht uns die existenzielle Bedeutung des Gebets für unser Leben klar. Mein Gebet ist immer das Gleiche, wenn ich am Morgen bete: “Hier bin ich.”


Plötzlich standen zwei Männer da und redeten mit ihm: Mose und Elia. Lk 9:30

Das Thema des Gesprächs gibt Lukas an: Jesu Tod !!! (Lk 9, 31) Das Evangelium ist nicht eine Anneinanderreihung von Erzählungen, sondern eine abgestimmte “Komposition”. Vor der Verklärung – Bibelstelle spricht Jesus über seinen bevorstehenden Tod und richtet an uns die Worte, dass auch wir in der Jüngerschaft unser Kreuz auf uns nehmen sollen. Und in der Verklärung geht es wieder um seinen Tod. Jesus flieht nicht vor dieser Sendung, für die er in die Welt gekommen ist. So zeigt er uns, dass das wahre Gebet darin besteht, unseren Willen mit dem Willen Gottes zu vereinen. Für uns bedeutet beten also nicht, vor der Wirklichkeit und deren Verantwortung zu fliehen, sondern sie im Vertrauen auf die treue und unerschöpfliche Liebe des Herrn vollends auf sich zu nehmen. “Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will!” (Eph 5:17)

Auch sie waren von einem herrlichen Glanz umgeben und sprachen mit Jesus über seinen Tod, den er nach Gottes Plan in Jerusalem erleiden sollte. Lukas 9:31


Schließlich wollten die zwei Männer gehen. Da rief Petrus: »Herr, wie gut, dass wir hier sind! Wir wollen drei Hütten bauen, für dich eine, für Mose eine und für Elia eine! Petrus wusste aber gar nicht, was er da sagte. Lk 9:33

Petrus möchte die Gotteserfahrung festhalten. Du hast sicher schon Momente tiefer Gotteserfahrung gemacht. Bei dem einen haben sie zur Bekehrung geführt, bei dem anderen ihn auf seinem Glaubensweg gestärkt. Dennoch sind diese Momente tiefer Gotteserfahrung eher selten, sie sind ein besonderes Geschenk, lassen sich weder durch Askese oder Meditation erzwingen, noch lassen sie sich festhalten. Aber du kannst dich daran erinnern, sie wirken in uns nach und verändern uns. Erinnere du dich heute an einen Moment tiefer Gotteserfahrung in deinem Leben. Vergesst in eurem Leben nicht den Berg der Verklärung. Es gibt ihn diesen Berg der Verklärung, für jeden von uns anderswo.

Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir das Herz öffnen für dieses Licht von oben.” (Edith Stein)


Während er redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf die drei Jünger . Als die Wolke sie ganz einhüllte, fürchteten sie sich; dann hörten sie eine Stimme, die aus ihr sprach: Dies ist mein Sohn, ihn habe ich erwählt. Auf ihn sollt ihr hören! Lk 9:34‭-‬35

Eine Analogie, die mich sehr bewegt hat: Hier der Berg der Verklärung dort der Berg Golgatha. Hier strahlt Jesu Angesicht wie die Sonne, dort war sein Aussehen entstellt. Hier wurden seine Kleider weiß wie das Licht, dort wurde er seiner Kleider berraubt. Hier umgaben ihn zwei große Gottesmänner, dort hingen zwei Verbrecher neben ihm. Hier war die Wolke der Gegenwart Gottes, dort Finsternis und Gottverlassenheit. Das Kreuz und die Herrlichkeit Christi gehören unzertrennlich zusammen. Auch dein Kreuz und das Wachsen in der Erkenntnis der Liebe Gottes sind unzertrennlich verbunden. CHRISTUS SIEGER, CHRISTUS KÖNIG, CHRISTUS HERR IN EWIGKEIT.


Auf ihn sollt ihr hören! Lk 9:35

Der Herr spricht zu uns. Wir hören. Das ist Gebet. Punkt! Wir dürfen das Gebet suchen, nicht um es zu genießen im Ego-Trip nach spirituellen Hochgenüßen, sondern um Kraft zum Dienen zu bekommen und zwar dort, wo mich Gott hingestellt hat in meinem Alltag in der Familie, bei der Arbeit oder sonstwo. “Abgesehen von eurem hilfreichen Gebet sollt ihr nicht gleich der ganzen Welt dienen wollen, sondern denen, die mit euch zusammen leben. (Therese von Avila). Nun gut: Ich hatte schon 2 Wochenreihen über das Thema “Gebet” und dennoch werde ich andere Aspekte dieses so reichhaltigen Themata ansprechen. Ein für mich wichtiger grundlegender Aspekt: Das Gebet kann selbst in schwierigen Zeiten mit Herz und Freude vollzogen werden, daran erinnerte mich vor ein paar Tagen der Bibelvers: “David tanzte mit ganzer Hingabe vor dem Herrn her.” (2 Sam 6) Gebet ist immer Fest und Freude über die Möglichkeit dieser Kommunikation, selbst wenn es hin und wieder trocken ist oder mich das Leben in welcher Form auch immer gerade belastet.


Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören! Lk 9:35

Die Einladung des Vaters, auf Jesus zu hören, den die Jünger nach dem Verschwinden der Vision „allein» antreffen, unterstreicht den Vorrang des Hörens vor dem Sehen. Der Glaube wird oft in der Dunkelheit gelebt: Lasst uns das Licht aufnehmen, wenn es uns gegeben wird, aber lasst uns mit dem zufrieden sein, was uns zu hören gegeben wird

Gott, du hast uns geboten, auf deinen geliebten Sohn zu hören. Nähre uns mit deinem Wort und reinige die Augen unseres Geistes, damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen.


Jesus heilt von Dämon besessenen Jungen Lk 9,37-43

Mt 17,14-21; Mk 9,14-29


Zweite Leidensankündigung Lk 9,44-45

Mt 17,22-23; Markus 9,30-32


Jünger streiten sich, wer der Größte ist Lk 9,46-48

Mt 18,1-6; Mk 9,33-37


Jünger verbieten Mann, im Namen Jesus zu handeln Lk 9,49-50

Mk 9,38-41


Jesus lehrt über den Preis der Nachfolge Lk 9,51-62

Mt 8,18-22

Komm, folge mir nach! Lk 9,59

Der Aufruf zur Nachfolge durch Jesus ist im Evangelium häufiger zu finden. Diese Nachfolge beinhaltet die Bindung an seine Person und darf nicht mit dem Fürwahrhalten einer Idee verwechselt werden. Unsere Antwort ist nicht nur ein gesprochenes Bekenntnis, sondern das gehorsame Tun. Es gibt keinen anderen Weg zum Glauben als den Gehorsam gegen den Ruf Jesu.

Ein Christentum ohne den lebendigen Jesus Christus bleibt notwendig ein Christentum ohne Nachfolge und ein Christentum ohne Nachfolge ist immer ein Christentum ohne Jesus Christus. Bonhoeffer


Ich will mit dir gehen, ganz gleich wohin. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihre Nester. Aber der Menschensohn hat keinen Platz, an dem er sich ausruhen kann. Lk 9:57-58

Mit dieser Antwort weist uns Jesus überraschend deutlich darauf hin, dass zur seiner Nachfolge die Selbstverleugnung und das Kreuz gehört. Gläubiger Gehorsam gegenüber Gott und liebender Dienst für unseren Nächsten sind nicht immer leicht. Das Kreuz Christi anzunehmen heißt aber, an seinem Sieg Anteil zu haben. Der Herr möge uns in seiner Liebe erhalten! Tiefe Nachfolge bedeutet letztlich heimatlos auf dieser Welt zu werden, weil unsere Heimat im Himmel ist. Wir werden nie wirklich in diese Welt passen, wenn wir Jesus nachfolgen.


Folge mir nach! Der sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Lk 9:59‭-‬60

Beim ersten Lesen erschrickt man über Jesus Antwort, weil diese Forderung gegen alle Frömmigkeit und Sitte war. Die Beerdigung der Eltern war eine wichtige jüdische Pflicht. Ohne Jesus nun weich zu spülen, liegt hier ein anderer historischer Hintergrund. In Israel wurden die Toten in Felsengräbern bestattet. Der Platz war knapp und kaum einer konnte es sich leisten, ein Grab nur einmal zu verwenden. Darum gab es in diesen Grabhöhlen eine Bank, auf die der einbalsamierte Tote gelegt wurde. Nach etwa einem Jahr wurde das Grab wieder geöffnet und die Knochen des Toten in eine kleine Kiste gelegt, welche dann an einer anderen Stelle der Grabhöhle aufbewahrt wurde. Es ist wahrscheinlich, dass Jesus hier über diese zweite Beerdigung spricht. So oder so will Jesus uns eins verdeutlichen: Die familiäre Bindung gilt nichts im Vergleich zur Stellung zu Gott!


Herr, ich will dir nachfolgen. Zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes! Lk 9:61‭-‬62

Der Bauer hinter dem Pflug kann nur dann gerade Furchen ziehen, wenn sein Blick nach vorn gerichtet ist. Es geht hier Jesus nicht darum, dass wir beziehungslos leben sollen. Jeder von uns hat sein soziales Netz und das ist gut so. Zwei Männer, die der Herr in seiner Nachfolge rief, benutzen das Wort „zuvor“ Sie stellten also etwas vorden Herrn. Und genau das geht nicht! Es gibt kein „zuvor“, wenn es um den Herrn Jesus geht. Er nimmt den ersten Platz ein.

Haben Sie ihr Herz weit offen vor Gott. Gehen Sie Ihren Weg in seiner Gegenwart immer fröhlich weiter. Franz von Sales


Alle drei Menschen kommen mit Bedingungen, wo sie zuerst noch etwas anderes machen müssen. Nachfolge bedeutet sich bewusst für Jesus zu entscheiden und seine Botschaft zu verkünden. Es gilt mit Jesus bedingungslos zu gehen. Die Nachfolge konkretisiert sich im einfältigen Gehorsam. Jesus fordert von seinen Jüngern nicht mehr, aber auch nicht weniger, als sich allein auf sein Wort zu verlassen.

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