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Matthäus Kap. 02 ✔️

Matthäus Evangelium Kapitel 2

Mt 2,1-12: Die Sterndeuter

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind aus dem Osten hierher gekommen, um ihm die Ehre zu erweisen. Mt 2:2

Wir haben seinen Stern gesehen. Alle Menschen ehrlichen Herzens finden Gott in ihrem Leben. Die Ehrlichkeit der drei Sterndeuter lässt sich an den Mühen und Opfern erkennen, die sie bereitwillig auf sich nahmen, um ihr Ziel zu erreichen. Die Reise war sehr anstrengend, sie mussten in ihrer Abwesenheit für ihre Familien sorgen. Ihre Absicht war rein, frei von egoistischen Beweggründen, denn sie wollten allein Gottes lebendige Gegenwart erleben. Die Offenheit ihres Herzens erlaubte es Gott, durch viele Dinge dieser Welt zu ihnen zu sprechen – von der Weissagung bei Herodes bis zum Stern über dem Kind in der Krippe. Was bin ich bereit zu opfern, um Gott heute zu finden? Ich muss alles außer ihm zur Seite legen und mich von seiner Hand führen lassen, damit ich seine göttliche Gegenwart erleben kann.

Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Mt 2:11

Anbeten bedeutet, Jesus ohne eine Wunschliste in der Hand zu begegnen, sondern nur mit dem einen Wunsch, bei ihm zu bleiben. Es heißt zu entdecken, dass die Freude und der Friede mit dem Lobpreis und der Danksagung wachsen. (…) Anbetung ist eine Geste der Liebe, die das Leben verändert. Anbeten heißt, es wie die Sterndeuter zu machen: dem Herrn Gold zu bringen, um ihm zu sagen, dass nichts wertvoller ist als er; ihm Weihrauch darzubieten, um ihm zu sagen, dass nur mit ihm unser Leben aufsteigt; ihm Myrrhe darzubringen, mit der verwundete und geschundene Körper gesalbt wurden, um Jesus zu versprechen, unserem ausgegrenzten und leidenden Nächsten beizustehen, weil Er in ihm gegenwärtig ist. Papst Franziskus

Mt 2,13-23: Flucht nach Ägypten

Als sie aber weggezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen! Mt 2:13

Schon von Geburt an schwebte immer die Todesdrohung über unserem Herrn. Es ist offensichtlich, dass er geboren wurde, um zu sterben, doch erst zu der festgesetzten Stunde sollte er den Tod erleiden. Jeder, der nach Gottes Willen wandelt, wird erst abgerufen, nachdem er seine Aufgabe erfüllt hat. MacDonald

Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Mt 2:15

In ihrem ursprünglichen Zusammenhang bezog sich diese Aussage auf die Befreiung Israels aus Ägypten zur Zeit des Auszugs. Aber diese Aussage kann zwei Bedeutungen haben. Die Prophetie erfüllte sich im Leben Christi, als er aus Ägypten nach Israel zurückkehrte. MacDonald

Dort angekommen, ließ er sich in einer Stadt namens Nazareth nieder, damit erfüllt würde, was durch die Propheten gesagt ist, dass er ein Nazarener genannt werden wird. Mt 2:23

Er soll Nazaräer genannt werden. Nazareth war nicht der Ort, an dem man den Messias am ehesten vermutete und doch wollte Gott genau dort sein. Denke ich manchmal, dass meine Familie nicht ein Ort sein kann, an dem Gott wirklich gegenwärtig werden kann? Bin ich fähig, das Werk, das Gott in aller Stille in diesen realen, begrenzten und doch erstaunlichen Mitmenschen vollbringt, zu bewundern? Ernest Daly