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Mt Kap. 19

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Matthäus-Evangelium Kap. 19


Ehe und Scheidung Mt 19, 1-12

Mk 10,1-12


Sie sind also eins und nicht länger zwei voneinander getrennte Menschen. Mt 19:6

Das finde ich richtig wichtig. Das gemeinsame Leben kommt vom rechten Weg ab, wenn wir zwar vor Gott “eins sind und nicht mehr zwei”, wir aber kaum gemeinsame Zeit verbringen. Zeiten mit “Genussfaktor” – das festigt das Band der Ehe, neben den vielen täglichen Herausforderungen in Arbeit und Familie. Gemeinsame Erlebnisse, Gespräche, eine längere Umarmung, kurze Streicheleinheiten, einen Kuss zur Begrüßung u.a. sind Ausdrucksformen der Liebe, wo unsere im Körper wohnende Seele spürt, dass sie geliebt ist. Wir kommen nicht allein mit Worten aus….Gemeinsame Zeit und Berührungen sind unverzichtbar wichtig und geben Kraft.


Jesus segnet die Kinder Mt 19, 13-15

Mk 10,13-16; Lk 18,15-17


Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie lege und bete. Mt 19:13

Dies ist ein wunderbares Bild für die Fürbitte. In der Fürbitte bringen wir Menschen zu Jesus, damit er sie segnet. In der Fürbitte stelle ich den anderen Menschen unter die besondere Aufmerksamkeit Gottes. Gemeinschaft lebt aus dieser Fürbitte füreinander. Machen wir viel von ihr Gebrauch. Die Fürbitte verändert auch mich. Sie führt mich aus der Egozentrik meiner eigenen Probleme in den befreienden Raum des Dienstes und verändert meine Einstellung zum anderen. Ich finde Zugang zu den Herzen derer, für die ich bete.

Die Fürbitte ist eine Art, den anderen zu lieben. Richard J. Foster


Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel! Mt 19:14

Alle drei Evangelisten berichten von der Segnung der Kinder durch Jesus. Die Stelle hat Gewicht! Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen! Der Vorzug der Kinder besteht darin, dass sie völlig aufs Beschenktwerden angewiesen sind. Das Kind ist in erster Linie Empfangender. Glaube ist wie eine leere, zum Empfangen geöffnete Kinderhand. Gott nötig haben in allem. Kindlich Abba sagen können. Immer wieder mit leeren Händen staunend vor Gott kommen und von ihm lernen wollen. Ein Kind kann sich nicht vorstellen, daß Vater und Mutter etwas nicht können. Das soll die Haltung des Glaubens sein unserem Gott gegenüber.


Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel! Mt 19:14

Jesus sagt, nicht auch, sondern nur Kindern gehört die Gottesherrschaft. Im Kind gibt es etwas, das einem, der in das Himmelreich kommen will, nie fehlen darf. Der Himmel ist allen zugesagt, die einfältig sind wie die Kinder, allen, die wie sie von vertrauensvoller Hingabe erfüllt, die rein und reich an Güte sind. Sie allein können in Gott einen Vater finden und durch Jesus zu Kindern Gottes werden.

Schlimm wäre es, das Wort des Heilands zu vergessen: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so einfach, demütig und fügsam wie sie, werdet ihr in das Himmelreich nicht eingehen. Franz von Sales


Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, zog er von dort weg. Mt 19:15

Kinder haben damals weder die Wertschätzung noch die Aufmerksamkeit wie heute. Kinder sind in der sozialen Hierarchie der Antike ganz unten und führen deshalb oft nur dienende Tätigkeiten aus. Jesus geht es hier nicht um das große Gefühl, sondern um den spezifischen Blick Gottes, der die Menschen ganz unten in den Fokus rückt. Genau solchen Menschen gehört das Himmelreich! Jesus umarmt die Kinder am Schluß. Er nimmt die Kinder in den Arm. Er drückt sie an sein Herz. Ins Zentrum seiner Liebe. Er legt ihnen die Hände auf. Er betet und segnet sie.


Jesus spricht mit reichen jungen Mann Mt 19,16-30

Mk 10,17-31; Lk 18,18-30


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