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Matthäus Kap. 01 ✔️

Matthäus Evangelium Kapitel 1

Mt 1,1-17: Stammbaum Jesu

Stammbaum Jesu Christi. Mt 1,1

Das Matthäusevangelium beginnt mit dem Stammbaum Jesu Christi. Und der hat es in sich. Es finden sich dort u.a. auch Ehebrecher, Mörder, Prosituierte, Nichtjuden etc. Das hat Aussagekraft. Gott tut das Unerwartete. Jesus selbst sagt, dass er zu den Kranken gekommen ist und nicht zu den Gesunden. Auch ich muss nicht perfekt sein, um zu Jesus zu kommen, um zu seiner Familie zu gehören, nein im Gegenteil, ich muss gerade zu meinen Schattenseiten stehen, sie ihm hinhalten, ansonsten mache ich mir selbst etwas vor. Das schließt auch Barmherzigkeit gegenüber den Schattenseiten meines Gegenübers mit ein.

Mt 1,18-25: Geburt Jesu

Josef, Sohn Davids, sagte der Engel, zögere nicht, Maria zu heiraten. Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Mt 1:20

Dramatik der Ereignisse. Josef, verlobt mit Maria, dann ist sie schwanger, aber nicht von ihm. Er wollte sich trennen. Gott greift ein, wendet die Lage. Gott ist immer der Ich-bin-da, Ich-greife-ein und nicht nur bei den großen Säulen unseres Lebens, nein, selbst bei kleinen Dingen.

Du sollst ihn den Namen Jesus geben. Mt 1,23

Der Name Jesus wird durch einen Engel überbracht. Jesus heißt übersetzt: Der Herr rettet. Namen tragen Botschaften in sich. Durch den Namen Jesus ist sein Auftrag definiert: Er rettet! Diese Rettung beginnt mit seiner Geburt und vollendet sich in seinem Tod und Auferstehung. Auch du hast einen Namen bei Gott.

Unauslöschlich habe ich deinen Namen auf meine Handflächen geschrieben. Jes 49:16

Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Mt 1:23

Das zentrale Wort in der Erzählung des Evangelisten Matthäus von der Geburt Jesu ist Immanuel: Gott ist mit uns. In Jesus ist Gott mit uns und für uns. Er geht mit uns unsere Wege. Es gibt keinen Ort mehr, an dem wir allein sind, weder eine Krankheit, noch ein Leidensweg, der uns nicht genauso wie Jesus treffen kann. Das ganze Geschick Jesu ist von diesem Wort Immanuel zusammengehalten. Der auferstandene Herr tröstet beim Abschied mit diesem Wort: Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Wel (Mt 28,20). Alles, was Jesus widerfährt und was auch uns widerfahren kann, sollen wir im Licht dieser Zusage sehen. Dann weicht von uns alle Furcht. Und die Freude über Gottes heilende und liebende Nähe kann in unser Herz einziehen. Anselm Grün

Stern und Engel, Hirten und die Weisen künden uns das Große, was geschah. Und wir loben, danken und wir preisen, Gott ist nah! Bonhoeffer

Als Josef aufwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm aufgetragen hatte, und heiratete Maria. Mt 1:24

Josef stand vor einer schwierigen Entscheidung, als er feststellte, dass Maria schwanger war. Obwohl er wusste, dass es demütigend sein konnte, Maria zu heiraten, gehorchte er der Aufforderung des Engels. Seine Reaktion lässt vier bemerkenswerte Eigenschaften erkennen: 1. Gerechtigkeit (1,19), 2. Umsicht und Sensibilität (1,19), 3. bereitwilliges Eingehen auf Gottes Führung (1,24) und 4. Selbstbeherrschung (1,25).